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Hans Jürgen Noss, MdL

Nahe Zeitung vom Montag, 4. Februar 2019

Hans Jürgen Noss bleibt Spitzenkandidat
SPD stellt Liste für den Kreistag auf – Alle Kandidaten bestätigt

Recht flott ging die Listenaufstellung des SPD-Kreisverbands für die Kreistagswahl über die Bühne – auch weil es keine Diskussionen um die einzelnen Plätze gab und nur wenige Kandidaten ihre Redezeit nutzten. Große Überraschungen blieben bei der geheimen Wahl aus: Alle Listenplätze wurden wie vorgeschlagen vergeben, und Hans Jürgen Noss besetzt wieder einmal die Spitzenposition.

Der Verbandsvorsitzende freute sich zu Beginn, dass so viele Delegierte – immerhin 62 an der Zahl – trotz der widrigen Wetter- und Straßenverhältnisse am Freitagabend den Weg ins Niederhambacher Bürgerhaus gefunden hatten. Dass es keine Gegenvorschläge gab, als er die Kandidaten für den Kreistag in der zuvor festgelegten Reihenfolge vorlas, dürfte ihm ebenso nicht unrecht gewesen sein.

Bei der anschließenden geheimen Wahl wurden dann auch wenig überraschend alle Anwärter auf ihren Plätzen bestätigt. Keiner der Bewerber erhielt weniger als 41 Jastimmen. Für Hans Jürgen Noss an der Spitze votierten 50 Delegierte – mehr als 80 Prozent –, gegen ihn neun. Das beste Ergebnis des Abends erzielte Peter Heyda aus Hoppstädten mit 58 Jastimmen.

Ein wenig besorgt zeigte sich Hans Jürgen Noss darüber, dass trotz großer Bemühungen nur wenige Frauen für eine Kandidatur begeistert werden konnten. Von den 45 Nominierten – die Plätze 43 bis 45 sind für Ersatzkandidaten vorgesehen – waren lediglich elf weiblich, also nicht mal 25 Prozent. Da nützte es auch nichts, dass der Verbandsvorsitzende auf Position 13 versehentlich „Worst, Stefanie“ vorgelesen hatte, was für zahlreiche Lacher sorgte. „Nur so konnten wir die Frauenquote erreichen“, scherzte Noss. Der betroffene Stefan Worst nahm es sichtlich mit Humor.

Den Spitzenplatz der Frauen hat Elfi Retzler inne, sie ist die Nummer zwei hinter Hans Jürgen Noss. Danach folgen auf der Nummer vier Désirée Rausch und auf der sieben Julia Schmidt, die erst seit November 2018 in der Partei ist. „Ich bin ganz frisch dabei“, sagte die gelernte Krankenpflegerin bei ihrer kurzen Vorstellung.

Generell war für die Genossen erfreulich, dass einige Jungpolitiker einen Platz auf der Liste eingenommen hatten. Unter ihnen ist auch der 30-jährige Baumholderer Yannick Simon. Der passionierte Fastnachter, der seit 2014 im Stadtrat sitzt, erklärte mit einem Augenzwinkern, dass „Kommunalpolitik und Fastnacht oft Hand in Hand gehen“. Zum Nachwuchs zählen auch der 27-jährige Kreisjusovorsitzende Sven Müller und die gerade mal 23 Jahre alte Stephanie Schepp, die in der Pressestelle der Landesregierung tätig ist. Im Gegenzug gibt es allerdings auch Verluste. Volkmar Pees, Peter Lang und Helmut Schott kandidieren nicht mehr für ein Kreistagsmandat.

Trotzdem: Mit seinem neuen Team will Hans Jürgen Noss, so das erklärte Ziel, die Mehrheit im Kreistag verteidigen. Bei den Wahlen 2014 erhielt die SPD noch 15 Sitze, direkt dahinter die CDU mit 14. „Das Vorhaben wird schwierig, aber wer nicht kämpft, hat schon verloren“, beschwor der Vorsitzende seine Parteikollegen. Wie der Kampf endet, wird sich am 26. Mai zeigen.