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Hans Jürgen Noss, MdL

Nahe Zeitung vom Freitag, 1. September 2017

Teure Busfahrkarten:

SPD hat Bedenken

Schülerbeförderung Ausschuss soll Thema diskutieren

Kreis Birkenfeld. Die SPD-Fraktion im Kreistag stellt einen Antrag, das Thema Schülerbeförderung auf die Tagesordnung der Kreisausschusssitzung am Montag, 11. September, zu nehmen. Fraktionschef Hans-Jürgen Noss nimmt dabei Bezug auf unseren Bericht vom 28. August, mit der Überschrift „Manche Eltern müssen tief in die Tasche greifen: Fast 1000 Euro für Schülerjahreskarte zur IGS Herrstein“.

Der Bericht habe deutlich gemacht: Je nachdem, welche weiterführende Schule besucht wird, gebe es sehr starke Abweichungen bei den von den Eltern zu tragenden Kosten für die Jahresbusfahrkarte. Die Eltern, deren Kinder die IGS Herrstein/Rhaunen besuchen, sind demnach besonders betroffen.

Noss kommentiert: „In der IGS Herrstein läuft die gymnasiale Oberstufe nun schon mit dem zweiten Jahrgang an, sodass sich die Schülerzahlen in diesem Bereich deutlich erhöhen werden. Der Kreis hat in den bedarfsgerechten Umbau der Schule mehrere Millionen Euro investiert.“

Die SPD-Fraktion betrachte die IGS als eine Schulform mit großer Zukunftsperspektive: „Wir haben jedoch große Bedenken, dass aufgrund der aufgezeigten Kostenproblematik bei den Jahresbusfahrkarten viele Eltern, die über der Einkommensgrenze liegen und somit die Fahrkarte aus eigenen Mitteln komplett zahlen müssen, ihre Kinder in eine aus fahrtechnischer Sicht kostengünstigere Schule schicken werden.“

Deshalb fordert die SPD-Fraktion, zu überprüfen, inwieweit es möglich ist, die jeweiligen Fahrkosten zu vereinheitlichen – beziehungsweise eine deutlich günstigere Lösung für die betroffenen Familien zu finden. Bildung dürfe nicht am Einkommen der Eltern scheitern.

Gerade für Familien, die nur knapp über der Einkommensgrenze liegen, seien die Zahlungen in dieser Größenordnung eine enorme finanzielle Belastung. „Es wäre aus unserer Sicht ein Treppenwitz der Geschichte, wenn die mit millionenschwerem finanziellen Engagement des Kreises neu gestaltete IGS daran scheitern würde, weil die Fahrt zur Oberstufe der Schule von vielen Eltern nicht finanziert werden kann“, betont Noss.