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Hans Jürgen Noss, MdL

Nahe Zeitung vom Dienstag, 21. November 2017

Jamaika: FDP für Lezius ein „bockiges Kind“

Kreis Birkenfeld. Seit Sonntagnacht ist klar: Jamaika ist von Deutschland dann doch zu weit entfernt. Nach vierwöchigen zähen Verhandlungen sind die Sondierungsgespräche auf Bundesebene zwischen Grünen, FDP, CDU und CSU gescheitert. Schlussendlich war es die FDP, die die Bombe platzen ließ und sich – auch unter scharfer Kritik der Sondierungspartner – zurückzog. Die Nahe-Zeitung hat nun bei Politikern aus der Region nachgefragt, wie sie das Scheitern der Gespräche einschätzen und welche Szenarien sie sich ausmalen.

Durchaus bemerkenswert ist die Reaktion des SPD-Kreisvorsitzenden Hans-Jürgen Noss. Zwar hat der Bundesvorstand der Partei sein Nein zu einer Fortführung der „Groko“ bekräftigt und daher Neuwahlen nicht ausgeschlossen, Noss geht aber aufgrund der Umfragen davon aus, dass sich deren Ergebnis gegenüber dem 24. September nur um Nuancen verändern wird und „Neuwahlen deshalb nichts bringen“. Daher präferiert Noss eine andere Variante: „Auch wenn ich weiß, dass mancher Parteifreund nicht zustimmen wird, kann ich mir persönlich auch eine von der CDU geführte Minderheitsregierung vorstellen, die von der SPD toleriert wird. In dieser Konstellation lassen sich nämlich möglicherweise später mehr SPD-Inhalte durchsetzen als in einer Koalition, wo man ständig zu Kompromissen gezwungen ist.“