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Nahe Zeitung, 25.02.2005

Das Dorfgemeinschaftshaus in Rohrbach wurde zwar vor fünf Jahren zum Teil renoviert, aber es haben sich neue Schwachpunkte eingestellt

Die Mängel sind nicht zu übersehen

Jetzt hat sich der Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Noss eingeschaltet
Um die Jahrtausendwende wurde das viel beanspruchte Rohrbacher Dorfgemeinschaftshaus partiell in Eigenleistung saniert. Fünf Jahre später sieht sich die Gemeinde angesichts weiterer Problemzonen im Gebäude neuen Herausforderungen gegenüber. Gemeinsam mit MdL Hans Jürgen Noss begutachtete der Gemeinderat die teilweise eklatanten Schäden.

ROHRBACH. Fünf Jahre sind verstrichen, seit die 250-Einwohner-Gemeinde ihrem Dorfgemeinschaftshaus einen neuen Innenputz verpasst hat. Nun sorgt eine ganze Reihe neuer Probleme inner- und außerhalb des in den 70er Jahren umgebauten Stierstalls für erneuten Handlungsbedarf der Gemeindeführung. Besonders gewichtig: Aufgrund schadhaften Estrichs haben sich an einer zentralen Stelle im Saal Löcher und Wellen in dem PVC-Boden aufgetan.
Das ist nicht nur unschön anzusehen, sondern birgt gleichermaßen Verletzungsgefahr. Zurzeit rechnet die Gemeinde damit, dass Estrich und Fliesen auf einer Fläche von acht mal drei Metern erneuert werden müssen. "Jedoch können wir nicht ganz genau sagen, was uns hierbei erwartet", nimmt Winfried Schäfer vorweg. "Es ist durchaus möglich, dass es am Ende acht auf vier Meter sind", ergänzte der 1. Ortsbeigeordnete bei der Begehung besorgt.
Ein gravierender Schwachpunkt des Hauses, das viele populäre Veranstaltungen wie den Weihnachtsmarkt und die bunten Abende beherbergt, ist die Küche. "Das ist kein Standard, wie er in einer zeitgemäßen Küche üblich ist", erkannte Landtagsabgeordneter Hans Jürgen Noss auf den ersten Blick.

"Gefahr im Verzug"
Unter anderem hat ein Teil der Küche keinen Dunstabzug. "Es ist Gefahr im Verzug", analysierte Ortsbürgermeister Bernhard Sauer, der die sich zuspitzende Situation in diesem Gebäudeteil schon seit einiger Zeit kritisch beäugt. "In dieser Form reicht die Küche für größere Veranstaltungen ohnehin nicht aus", unterstrich die 2. Ortsbeigeordnete Christine Niegisch die Brisanz. Ernst steht es auch um das Dach der gern genutzten Einrichtung, die etwa 20 Mal im Jahr für private Veranstaltungen vermietet wird: Im westlichen Teil des Hauses dringt im Bereich eines Dachfensters Wasser ein. Wenngleich das Dorfgemeinschaftshaus nicht ganz kostendeckend ist, sei es Fakt, dass nahezu sämtliche Veranstaltungen in oder an diesem Gebäude stattfänden, gab Sauer zu bedenken. "Vor dem Hintergrund der negativen demographischen Entwicklung und dem zunehmenden Einwohnerkonkurrenzkampf der Gemeinden ist ein Gemeinschaftshaus das Mindeste, was ein Dorf braucht", bestätigte Noss.
Nicht zuletzt deshalb will der SPD-Kreisvorsitzende den Rohrbachern über den zugesagten Landeszuschuss von 15 000 Euro hinaus unter die Arme greifen. "In Mainz wurde der Zuschuss nicht in der erforderlichen Höhe bewilligt", räumte der SPD-Kreisvorsitzende ein. Weiterführende Verhandlungen seien bereits in die Wege geleitet. Für Ortsbürgermeister Sauer ist das Engagement der regionalen Politiker - auch VG-Bürgermeister Volkmar Pees hat sich für eine finanzielle Unterstützung des Vorhabens stark gemacht - ein Segen. "Ohne Landeszuschuss und Eigenleistung sind die Maßnahmen einfach nicht zu bewältigen", bekennt der Ortschef, der mit einem Investitionsvolumen von 35 000 Euro rechnet. Trotzdem benötigt die Heidegemeinde für die Ende April beginnende Renovierung einen Kredit. (mw)