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Nahe Zeitung, 13.04.2005

Auf siebenfache Weise mit Lanze, Stock und Messer gekämpft

Philippinischer Gala-Abend als Benefizveranstaltung im Hoppstädtener Gemeindezentrum - Folklore und fernöstliche Kampfkunst für den guten Zweck

HOPPSTÄDTEN-WEIERSBACH. Neben traditionellen Tänzen und Kampfkünsten bot die Benefizgala zugunsten karitativer Einrichtungen auf den Philippinen, zu der der Verein "Philippine American German Charity" (P.A.G.) ins Gemeindezentrum Hoppstädten eingeladen hatte, einen Einblick in philippinische Kultur und Lebensweise.
Der im Jahr 2004 gegründete Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Kulturaustausch zwischen Fernost und Europa zu fördern und zugleich Hilfsprojekte auf den Philippinen zu unterstützen. So kommt der Erlös der Veranstaltung in Hoppstädten einer Lepraklinik sowie einem Kinderheim in der philippinischen Stadt Culion zu.

Austausch der Kulturen
Im nicht ganz ausverkauften Gemeindezentrum verwies P.A.G.-Präsidentin Jean Walter in ihrer Begrüßungsansprache auf die Bedeutung des Kulturaustauschs zwischen den Philippinen und der zweiten Heimat vieler ihrer Landsleute, Deutschland. Den multinationalen Charakter des Abends unterstrichen die deutsche, philippinische und amerikanische Nationalhymne. Neben den lokalpolitischen Ehrengästen, dem Landtagsabgeordneten Hans Jürgen Noss als Schirmherr sowie Ortsbürgermeister Welf Fiedler, war auch der Konsul der philippinischen Botschaft in Bonn, Edgar Auxilian, gekommen. Er ging in seiner mehrsprachigen Begrüßungsrede auch auf das 50-jährige Bestehen der diplomatischen Beziehungen zwischen den Philippinen und der Bundesrepublik ein und nannte die Gala ein Mittel zur "Verständigung zwischen Völkern". Im Showteil gab es Tanz-darbietungen aus den philippinischen Provinzen Luzon, Visayas und Mindanao. Dabei standen Akteure aus beiden Nationen auf der Bühne. Die Tänze verarbeiteten unter anderem Elemente des Stepptanzes und wirkten gleichzeitig anmutig und kraftvoll.
Energiegeladen war auch die Vorstellung von Serge Veeck, der zunächst alleine und dann zusammen mit seinem Trainer sieben verschiedene Kampfsportarten von den Philippinen demonstrierte und dabei den sicheren Umgang mit Kampfstock, Lanze und Messern bewies.

Basar und Tombola
Vereinspräsidentin Walter sang eine Ballade aus ihrer Heimat. Musikalisch geprägt blieb das Programm auch beim Auftritt eines Karlsruher Tanzduos, dass im Hip-Hop-Stil tanzte und wie alle anderen ausgiebigen Applaus erhielt. Die Besucher konnten zudem philippinische Waren erwerben und an einer Tombola teilnehmen, die neben der Beköstigung mit fernöstlichen Spezialitäten den Erlös des Abends steigerte.
Erst weit nach Mitternacht endete das offizielle Programm. Neben der alltäglichen karitativen Unterstützung hat sich der Verein auch dem Wiederaufbau der von der Flutkatastrophe zerstörten Gebiete auf den Philippinen verschrieben. (jg)