Startseite | Kontakt | Impressum | Sitemap

www.hans-juergen-noss.de

Nahe Zeitung, 10.01.2005

Kampf den Alcopops im Kreis
Körper und Noss fordern freiwilligen Verzicht von Handel und Vereinen

IDAR-OBERSTEIN. Einen freiwilligen Verzicht auf einen Verkauf oder eine Abgabe von so genannten Alcopops auf öffentlichen Plätzen, in öffentlichen Gebäuden und bei Veranstaltungen im Landkreis Birkenfeld haben der SPD-Bundestagsabgeordnete Fritz Rudolf Körper und der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss vorgeschlagen. Beide fordern vor allem Handel und Vereine dazu auf mitzuhelfen, die Mischgetränke mit hochprozentigem Alkohol, die zu den beliebtesten Getränken für Jugendlichen unter 18 Jahren zählen, auszutrocknen. In dieser Altersgruppe hat sich der Konsum der Alcopops in den letzten Jahren vervierfacht. Für Körper und Noss ist es alarmierend, wenn nach jüngsten Erhebungen sogar ein Viertel der unter 16-Jährigen Alkoholmischgetränke konsumieren, obwohl diese nach dem Jugendschutzgesetz überhaupt keinen Alkohol trinken dürfen. Um Kinder und Jugendliche zu schützen, sollten deshalb alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um eine weitere Verbreitung dieser Modegetränke zu unterbinden.
Die SPD-Abgeordneten wollen mit ihrem Aufruf an die Kreisverwaltung, die Stadtverwaltung Idar-Oberstein und die Verbandsgemeinden erreichen, dass bei Festen und Veranstaltungen im Kreisgebiet keine Alcopops mehr angeboten und verkauft werden. Noss: "Es gibt wichtige Gründe, den Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen nicht zu verharmlosen, weil aus dem regelmäßigen Konsum oft auch Missbrauch und Abhängigkeit werden kann." Die Abgabe an Jugendliche unter 18 Jahren ist zwar verboten, erfolgt aber dennoch - oft auch weil nicht zu erkennen ist, ob der Käufer unter 18 Jahre alt ist. Deshalb bitten die Abgeordneten die zuständigen Stellen auch, die Einhaltung dieser Vorschriften in Gaststätten, im Einzelhandel und an den Kiosks strenger zu überwachen und zu kontrollieren.
Die vom Bundestag beschlossene höhere Besteuerung von Alcopops sei ein richtiger Schritt gewesen. Für die wirksame Eindämmung sei aber ein gemeinsames Handeln vor Ort notwendig und sinnvoll, bei dem sich alle handelnden Akteure einer Region freiwillig verpflichten, keine Alcopos mehr in den Verkehr zu bringen.