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14.05.2014 20/14

Große Resonanz bei der Maikundgebung des DGB-Kreisverbandes

»Gute Arbeit, soziales Europa«, unter diesem Motto veranstaltete der DGB-Kreisverband seine schon zur Tradition gewordene Maikundgebung auf dem Obersteiner Marktplatz.
Rund 500 Besucher waren erschienen, von denen etliche schon vor der Kundgebung an einem Demonstrationsmarsch der IG Metall teilnahmen, die sich für bessere Arbeitsbedingungen einsetzte.
Der stellvertretende DGB-Kreisvorsitzende Stefan Worst führte gekonnt durch das Programm und forderte bessere Arbeitsbedingungen ein. »Der Mensch und nicht Gewinnmaximierung und das Kapital müssen auf dem Arbeitsmarkt im Mittelpunkt des Denkens und Handelns stehen«, so seine Feststellung, die von den Anwesenden mit viel Beifall unterstützt wurde.
Der Idar-Obersteiner Oberbürgermeister Bruno Zimmer unterstrich die Wichtigkeit der sozialen Kompetenzen in der Kommune. »Gute ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind erforderlich, um die anstehenden Herausforderungen wie z.B. die Aufrechterhaltung eines bedarfsgerechten öffentlichen Personenverkehrs (ÖPNV), die Bewältigung der demografischen Entwicklung oder auch die finanzielle Situation der Kommunen zu meistern. Mit ihm werde es keinen Personalabbau geben solange die Aufgabenfülle gleich bliebe oder sogar noch zunehmen würde. Nur mit engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können wir die Leistungsfähigkeit der öffentlichen Verwaltungen aufrechterhalten«, so Zimmer.
Der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss bekräftigte, dass der Mindestlohn unverzichtbar sei und begrüßte die bevorstehende Einführung des Mindestlohnes in Deutschland. Es kann nicht sein, dass viele Arbeitnehmer die für ihre gute Arbeit schlecht bezahlt werden, gezwungen sind, sich beim Sozialamt anzustellen und dort noch Sozialhilfe beantragen müssen, um ihre Familien ernähren zu können. In 21 von 28 EU-Staaten ist der allgemeinverbindliche Mindestlohn eingeführt und hat sich gut bewährt, warum also nicht bei uns? Die Leiharbeit, ursprünglich als absolute Ausnahme zum Bewältigen von Spitzenbelastungen von Unternehmen, beispielsweise bei saisonalen Höherbelastungen, gedacht, sei mittlerweile zu einer festen und dauerhaften Form der Beschäftigung geworden. Das was in diesem Bereich mittlerweile ablaufe, so der Abgeordnete, sei ein Skandal und nicht länger hinnehmbar und bedürfe dringend einer gesetzlichen Korrektur.
Zimmer und Noss bedankten sich bei den anwesenden Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter für deren großes Engagement zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen.
Dass die Maikundgebung auch in diesem Jahr wieder von zahlreichen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten besucht wurde, dürfte sich von selbst verstehen.