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Nahe Zeitung vom Montag, 15. April 2013

Wanderausstellung zeigt Geschichte der SPD
Noss und Redmer blicken zurück


M Idar/Oberstein. Zur Eröffnung der Wanderausstellung „150 Jahre deutsche Sozialdemokratie“ fanden sich mehr als 50 interessierte Besucher in den Räumen der AWO- Begegnungsstelle in Idar-Oberstein ein. Neben Oberbürgermeister Bruno Zimmer, dem Kreisbeigeordneten Klaus Beck und den beiden ehemaligen Landtagsabgeordneten Axel Redmer und Elisabeth Jost konnte der SPD-Kreisvorsitzende Hans Jürgen Noss besonders auch den DGB-Kreisvorsitzenden Alois Nolde und den AWO-Kreisvorsitzenden Volkmar Pees begrüßen.
Noss ließ die Geschichte der deutschen Sozialdemokratie Revue passieren, angefangen vom Barrikadenkampf im Revolutionsjahr 1848 über die Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins im Jahr 1863, die Kaiserzeit, die Weimarer Republik, die Zeit der NS-Herrschaft und die Ostpolitik Willy Brandts bis hin zum heutigen Tag. In all diesen Jahren habe die SPD die Geschichte Deutschlands wesentlich mitgestaltet und sei für die Interessen der Menschen eingetreten.
Auf mehr als 20 Wandtafeln wurden die 150 Jahre Parteigeschichte eindrucksvoll dokumentiert. Redmer stellte den Gästen anschließend in einem beeindruckenden Vortrag die 120-jährige Geschichte der SPD an der oberen Nahe vor, wobei er herausstellte, dass es auch schon vor 1893 in Oberstein sozialdemokratische Aktionen und Personen gab, die die Ideen der Arbeiterbewegung unterstützten und mittrugen.
Der ehemalige Landrat berichtete, wie die Sozialdemokraten mit Metallarbeiterverband, Konsum-Verein, Arbeitsgesangverein und weiteren Organisationen schon sehr früh ein enges Netz von Solidargemeinschaften und Umfeldorganisationen im Fürstentum Birkenfeld schufen und in Oberstein noch vor dem Ersten Weltkrieg erstmals die absolute Mehrheit bei Reichstagswahlen erzielten.
Der SPD-Reichstagsabgeordnete Emil Kirschmann zählte im März 1933 mit 93 Fraktionskollegen zu den wenigen Abgeordneten, die sich mit einem mutigen „Nein“ gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz stellten und auf diese Weise die Ehre des deutschen Parlamentarismus retteten.
In den Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg hat die SPD die Politik an der oberen Nahe wesentlich mitbestimmt und Redmer zufolge dabei stets zuerst das Wohl der gesamten Gesellschaft im Auge gehabt, was, wie er zum Abschluss seiner Ausführungen betonte, auch weiterhin so bleiben müsse.