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Nahe Zeitung vom Mittwoch, 10. Juli 2013

Entscheidung fällt im Oktober
Malu Dreyer und Ulrike Höfken wollen Landeskonzept gemeinsam präsentieren
Von Kurt Knaudt

M Bruchweiler. Ministerpräsidentin Malu Dreyer wird das Landeskonzept zum Nationalpark am Donnerstag, 26. September, gemeinsam mit Umweltministerin Ulrike Höfken präsentieren. Das kündigte der SPD-Kreisvorsitzende Hans Jürgen Noss am Montagabend bei einer Informationsveranstaltung der Sozialdemokraten vor knapp 50 Zuhörern im Gemeindehaus in Bruchweiler an.
Danach schlägt die Stunde der Wahrheit: Orts- und Verbandsgemeinderäte sowie Kreistage sollen im Oktober entscheiden, ob sie auf der Basis des von der Landesregierung vorgelegten Papiers für einen Nationalpark sind – oder dagegen. Mitte 2014 könnte dann – ein positives Votum aus der Region vorausgesetzt – das geplante Nationalpark-Gesetz vorliegen. Darin soll nach Aussage von Dr. Harald Egidi, der das Projekt im Umweltministerium koordiniert, auch eine weitreichende Mitbestimmung und Kooperation mit den beteiligten Kommunen festgeschrieben werden. Er geht davon aus, dass der Entwicklungs-Nationalpark zum Jahreswechsel 2014/15 umgesetzt wird. Damit bekomme auch der von Ex-Landrat Axel Redmer eingeführte Slogan des Landkreises, „Alles im grünen Bereich“, eine besondere Bedeutung, meinte Noss. Von den Kelten und Römern bis in die Gegenwart lasse sich europäische Geschichte in der Nationalpark-Region „wie in einer Nussschale darstellen“, nannte Alt-Landrat Dr. Ernst Theilen einen weiteren Ansatz. Ihm schwebt darüber hinaus – mit dem Nationalpark als Dachmarke – die Entwicklung hin zu einer innovativen Nachhaltigkeits- oder Null-Emissionsregion vor. Der Umwelt-Campus, der laut Theilen die Patenschaft für den Park übernehmen könnte, soll dabei eine tragende Rolle spielen.
Zurzeit aber beackern noch fünf Arbeitsgruppen mit Vertretern verschiedener Ministerien das weite Nationalpark-Feld. Grundlagen sind dabei das kommunale Eckpunkte-Papier, aber auch die zusätzlich aus der Region gekommenen Forderungen und Anregungen. „Das ist inzwischen eine große Tapete“, berichtete Harald Egidi. Viele Probleme seien fast oder ganz gelöst – darunter die Brennholzfrage, die im Dialog mit den einzelnen Ortsgemeinden angepackt wurde und wird. Da sei man schon weit vorangekommen, bilanzierte Harald Egidi. „Ich bin vom Nationalpark-Projekt begeistert“, bekannte der in Langweiler ansässige Koordinator. Er betonte, dass „wir auch die Sorgen der in Morbach ansässigen Sägewerke sehr ernst nehmen“. Und versicherte einmal mehr: „Wir garantieren das Betretungsrecht für den Nationalpark.“
„Ich bin dagegen, dass man immer nur dagegen ist“, sagte Dr. Ulrich Sommer in Bruchweiler. Der frühere Leiter des Forstamts Birkenfeld und Jäger hat sich von Beginn an zu dem Projekt bekannt und engagiert sich ehrenamtlich als Sprecher der Bürgerinitiative Pro Nationalpark Hunsrück.