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Nahe Zeitung vom Mittwoch, 10. April 2013

B 41: Ortsumgehung erst am Anfang
LBM-Leiter Norbert Olk zu den weiteren Planungen – Auch weiterer Ausbau in Richtung der A 62 gefordert
Von unserem Redakteur Harald Gebhardt

M Kreis Bad Kreuznach. Auch westlich vom Bad Sobernheim wird weiter der Ausbau der B 41 geplant. Neben der Ortsumgehung Hochstetten-Dhaun, für die nun Baurecht besteht und die vielleicht in fünf Jahren angepackt werden kann, wenn die Finanzierung steht, ist auch die Ortsumgehung Martinstein in Planung.
Die 1,1 Kilometer lange Umgehung im Norden mit der Tunnellösung ist wohl illusorisch, da sie an die 43 Millionen Euro kosten würde. Die Alternative „kleine Südvariante“, so Norbert Olk, Leiter des Landesbetriebs Mobilität, sieht die Umfahrung des Ortes so vor: Die B 41 wird über die Bahnlinie und die Nahe verlegt, führt am Friedhof vorbei und schwenkt dann wieder auf die alte Trasse. Diese Überlegung werde zurzeit mit der Struuktur- und Genehmigungsdirektion abgestimmt. „Wir sind hier aber erst am Anfang“, betont Olk.
Der Verkehrsplaner hält diese Variante auch für ökologisch durchaus vertretbar. Die drei SPD-Landtagsabgeordneten von der Nahe, Carsten Pörksen, Wilhelm Dröscher und Hans Jürgen Noss, fragen sich aber, ob dies mit einer „naturrechtlich nicht problemfreien üblichen Ortsumgehung dargestellt werden kann“. Während die B 41 in Richtung Mainz inzwischen gut ausgebaut ist, sieht es mit dem zweispurigen Ausbau in Richtung A 62 deutlich schlechter aus. Hier gibt es noch einige Nadelöhre. Nach Auffassung der drei SPD-Politiker sind die Ortsumgehungen Rötsweiler-Nockenthal, Oberbrombach und Niederbrombach „möglichst schnell anzugehen“. Diese sollten auch im neuen Bundesverkehrswegeplan berücksichtigt und als „vordringlicher Bedarf plus“eingestuft werden. Denn die derzeitige Streckenführung der viel befahrenen Bundesstraße führt durch die Mittelpunkte der drei Orte, wobei von Oberbrombach jeweils gefährliche Steilstrecken in die Ortsgemeinden Niederbrombach beziehungsweise Rötsweiler-Nockenthal führen.
Mehrere Varianten sind in dem topografisch schwierigen Gelände angedacht, die laut Olk dem Bundesverkehrsministerium vorliegen. Der Ausbau der B 41 auch in Richtung Birkenfeld ist deshalb so wichtig, weil Idar-Oberstein das einzige Mittelzentrum in Rheinland-Pfalz ist, das mehr als 30 Kilometer von der nächsten Autobahnanbindung entfernt ist, weiß Olk auch um die strukturpolitische Bedeutung dieser Maßnahme für die dortigen Arbeitsplätze.