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Nahe Zeitung vom Dienstag, 19. März 2013

Abgeordnete fordern weiteren Ausbau der B 41
Bundesstraße soll künftig nicht mehr durch fünf Ortschaften führen


M Kreis Birkenfeld. Anlässlich der 2015 anstehenden Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplans haben sich die drei SPD-Landtagsabgeordneten an der Nahe, Hans Jürgen Noss (Birkenfeld), Peter-Wilhelm Dröscher (Kirn) und Carsten Pörksen (Bad Kreuznach), in einem Schreiben an den für den Straßenverkehr zuständigen rheinland-pfälzischen Innenminister Roger Lewentz den weiteren Ausbau der B 41 gefordert.
Die Abgeordneten unterstreichen in ihrem Brief, dass die B 41 in den vergangenen Jahren „erfreulicherweise gut ausgebaut wurde. So kann man heute von der A 61, Autobahnabfahrt Bad Kreuznach, kreuzungsfrei und vierspurig bis nach Waldböckelheim fahren“. Auch im weiteren Verlauf sei die Bundesstraße 41 größtenteils drei- oder vierspurig ausgebaut, betonen die Abgeordneten.
Neben einigen erforderlichen kleineren Verbesserungen sehen die SPD-Politiker an drei Stellen allerdings noch großen Handlungsbedarf. So ist die Ortsumgehung Martinstein dringend geboten. Diese Maßnahme befindet sich zurzeit in Planung. Es wird zu entscheiden sein, ob die Ortsumgehung mittels einer Tunnellösung oder mit einer naturrechtlich nicht problemfreien üblichen Ortsumfahrung dargestellt werden kann.
Ebenfalls dringend erforderlich ist die Ortsumgehung Hochstetten-Dhaun. Der entsprechende Planfeststellungsbescheid ist erfreulicherweise seit einigen Tagen rechtskräftig.

Beide Maßnahmen sind im Bundeswegeplan berücksichtigt
Beide Maßnahmen sind im Bundesverkehrswegeplan im vordringlichen Bedarf eingestuft. Während die B 41 bis auf diese beiden Nadelöhre in Richtung Mainz gut ausgebaut ist, besteht dringender Handlungsbedarf in Richtung A 62, wo es gilt, die Ortsumfahrung für Rötsweiler-Nockenthal, Oberbrombach und Niederbrombach möglichst schnell anzugehen. Wie die Abgeordneten ausführten, führt die derzeitige Streckenführung der B 41 durch die Ortsmittelpunkte der drei Orte, wobei erschwerend von Oberbrombach jeweils gefährliche Steilstrecken in die Ortsgemeinden Niederbrombach sowie Rötsweiler-Nockenthal führen. Auch diese Umgehungen sind im vordringlichen Bedarf des derzeitigen Bundesverkehrswegeplans enthalten.
Noss führt weiter aus, dass das wirtschaftliche Zentrum der Region, die Stadt Idar-Oberstein, rund 30 Kilometer von der nächsten Autobahnauffahrt entfernt sei, was in Rheinland-Pfalz sonst nirgends der Fall ist. Hinzu komme, dass die B 41, die diese Anbindung Idar-Obersteins darstellt, durch die Nadelöhre Rötsweiler-Nockenthal, Oberbrombach und Niederbrombach führt.

Verkehrsanbindung ist schuld an schlechter Wirtschaftslage
Von vielen Vertretern Idar-Obersteins und der Naheregion wird und wurde in der Vergangenheit immer wieder auf diese schwierige Situation hingewiesen. Die schlechte Verkehrsanbindung ist, das ist auch die Meinung der drei Abgeordneten, wesentlich mitverantwortlich für die schlechte Wirtschaftslage der Stadt. Die fehlende bedarfsgerechte Verkehrsanbindung Idar-Obersteins stelle für die dortigen Unternehmen ein großes Problem dar und hat in der Vergangenheit dazu geführt, dass etliche ansiedlungswillige Unternehmen sich letztlich anderweitig niedergelassen haben.
Noss, Dröscher und Pörksen fordern daher, dass die Ortsumgehungen Martinstein, Hochstetten-Dhaun sowie Niederbrombach, Oberbrombach und Rötsweiler-Nockenthal auch im neuen Verkehrswegeplan berücksichtigt werden. Statt wie bisher im „vordringlichen Bedarf“ sollten die Maßnahmen im Bundesverkehrswegeplan 2015 aber im „vordringlichen Bedarf“ eingestuft werden, da durch eine Umsetzung der oben genannten drei Maßnahmen diese Engpässe der ansonsten gut ausgebauten B 41 aufgelöst würden, was sowohl aus wirtschaftlichen wie auch aus Gründen des Lärmschutzes und der Verkehrssicherheit dringend geboten ist. Gemeinsam mit dem Bundestagsabgeordneten Fritz Rudolf Körper wollen die drei Landtagsabgeordneten an der Erreichung dieses Zieles arbeiten.