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Oeffentlicher Anzeiger, 12.01.2012

Noss: Birkenfeld würde sich über die Kirner freuen

Gebietsreform Nachbarn könnten sich Wechsel vorstellen – Bisher aber noch keine Signale aus Mainz zu neuen Grenzziehungen

Von unserem Redakteur Kurt Knaudt

M Kreis Birkenfeld/Kirn. Die Bürgermeister der Stadt Kirn und der Verbandsgemeinde Kirn-Land, Fritz Wagner und Werner Müller (beide SPD) könnten sich auch einen Wechsel in den Nachbarkreis Birkenfeld vorstellen (wir berichteten). Hans-Jürgen Noss, innenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion und Abgeordneter aus dem Nachbarlandkreis nimmt dazu Stellung. Kein akuter Zeitdruck besteht nach Einschätzung von Noss bei der Frage, wie der Kreis Birkenfeld nach der nächsten Stufe der Gebietsreform aussieht – und ob es ihn dann überhaupt noch unter diesem Namen gibt. Er geht davon aus, dass sich an den jetzigen Grenzen „vor 2016 nichts ändert“.

„Wir sind aber froh, dass sich Kirn vorstellen könnte, zu uns zu kommen“, kommentiert Noss jüngste Aussagen von Müller und Wagner, dass sie sich einen Wechsel vom Kreis Bad Kreuznach in den Nachbarkreis vorstellen könnten. Ihr Vorwurf an die Kreisverwaltung in Bad Kreuznach: dort sehe man oftmals nicht weiter als nach Rüdesheim – vergesse also den Westen und damit das Kirner Land. Ähnlich wie Noss äußerte sich auch der Landrat des Nachbarkreises, Dr. Matthias Schneider.

„Wir gehören finanziell und strukturell nicht zu den Vorzeigekreisen“, weiß Noss. Er ist aber überzeugt, dass „wir bei einer Fusion überall nur ein Anhängsel wären“. Seine Position steht fest: „Wir können unsere Interessen selbst am besten vertreten.“ Allerdings sei der Landkreis Birkenfeld in seiner jetzigen Form zu klein: Deshalb werde es ohne Partner nicht gehen. Aber das ist aus seiner Sicht zurzeit alles noch „vage und unausgegoren“.

Konkreter wird die Diskussion erst, wenn das Land in der nächsten Stufe der Gebietsreform seine Vorstellungen und Vorgaben für die Kreise skizziert. Bis dahin wird es neue Strukturen nach Meinung von Noss nur dann geben, wenn vor Ort einvernehmliche Lösungen gefunden werden.

Für den Kreis Birkenfeld werde sich vorerst also nichts ändern – und damit auch nicht für die Verbandsgemeinden Rhaunen und Baumholder, die nach den Vorgaben des Landes eigentlich zu klein sind, um weiter bestehen zu bleiben. Aber dann wäre automatisch auch gleich der Kreis Birkenfeld infrage gestellt worden.