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Nahe-Zeitung, 30.07.2012

Positive Signale zum Nationalpark
Politik SPD-Kreistagsfraktionen Birkenfeld und St. Wendel tagten gemeinsam

M Birkenfeld. Das beiderseitige Interesse im Hochwald sowie im nördlichen Saarland, einen gemeinsamen Nationalpark einzurichten, war der Anlass dafür, dass sich die SPD-Kreistagsfraktionen aus St. Wendel und Birkenfeld in der Fachhochschule Umwelt-Campus in Neubrücke zu einer gemeinsamen Sitzung trafen.

Prof. Dr. Peter Gutheil berichtete über die neuesten Entwicklungen an der Fachhochschule, die mittlerweile mehr als 2500 Studentinnen und Studenten zählt. Er bezeichnete die Fachhochschule, die nur wenige Meter von der saarländischen Landesgrenze entfernt ist, als eine ideale Schnittstelle zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland, was auch dadurch deutlich werde, dass mehr als 30 Prozent der Studierenden aus dem Saarland kommen.

Der Birkenfelder Fraktionsvorsitzende Hans Jürgen Noss unterstrich die Bedeutung der Fachhochschule für den hiesigen Raum. Anschließend leitete er zum eigentlichen Thema der gemeinsamen Sitzung, der Errichtung eines Nationalparks, über. Gerhard Hänsel, der zuständige Mitarbeiter der Verbandsgemeinde Birkenfeld, erläuterte den Sachstand. Er berichtete, dass das Projekt in letzter Zeit erheblich Fahrt aufgenommen habe und die Aussichten, dass der Nationalpark in der hiesigen Region entstehen werde, erheblich gestiegen seien. Nach einer ersten Phase, in der die Interessenbekundungen am Nationalpark im Mittelpunkt standen, sei nunmehr die Dialogphase eingeläutet worden, in der es darum gehe, gemeinsam mit der Bevölkerung in Infoveranstaltungen und Gesprächen auf kommunaler Ebene und im Rahmen des bestehenden Naturparks Saar-Hunsrück Konzepte und Vorstellungen zu entwickeln, wie der Nationalpark gestaltet werden soll.

Uwe Weber, der Herrsteiner Verbandsbürgermeister, ergänzte, dass es von großer Bedeutung sei, wenn auch das Saarland und die dort tangierten Kommunen deutlich ihr Interesse bekunden würden und den Weg zum Nationalpark mitgehen würden.

Dr. Magnus Jung, der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion St. Wendel, betonte, dass bei den betroffenen saarländischen Kommunen noch einige Informationen fehlten, dennoch zeichne sich eine positive Meinung zum gemeinsamen Nationalpark ab. Die infrage kommenden Flächen befänden sich fast ausschließlich in der Bewirtschaftung des Saarforstes. Ähnlich wie auf rheinland-pfälzischer Seite, erhoffe man sich eine deutlich positive Entwicklung durch den Nationalpark, wobei in Verbindung mit den bestehenden keltischen Ausgrabungen und sonstigen Projekten auch der Ringwall bei Otzenhausen stärker in Wert gesetzt werden könnte.

Noss betonte, dass es wichtig sei, den wieder begonnenen Dialog fortzusetzen und die beiderseitigen Bemühungen für die Schaffung des Nationalparks weiter zu forcieren. Beide Fraktionen vereinbarten, die Gespräche fortzusetzen.