Startseite | Kontakt | Impressum | Sitemap

www.hans-juergen-noss.de

Nahe-Zeitung, 04.09.2012

Das THW fordert mehr materielle Unterstützung vom Bund
Besichtigung Der Landtagsabgeordnete Noss besuchte das Technische Hilfswerk

M Idar-Oberstein. Der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss (SPD) war zu Gast beim THW-Ortsverband Idar-Oberstein, wo er vom Ortsbeauftragten Roman Hartrampf begrüßt wurde. Zunächst konnte sich der Abgeordnete beim Besuch einer Ausbildungsveranstaltung, dem Abriss des alten Krankenhauses in Oberstein, von den vielfältigen technischen Einsatzmöglichkeiten des THW überzeugen. Mehr als 40 Einsatzkräfte aus den Ortsverbänden Idar-Oberstein, Simmern, Bingen und Bad Kreuznach waren damit beschäftigt, hier den Ernstfall zu üben, wie er beispielsweise bei einem Erdbeben eintreten könnte. Die Beseitigung von Trümmern oder das Durchbrechen von Wänden und Decken, um verschüttete Menschen zu retten, waren dabei wichtige Ausbildungspunkte.

Der Ortsverband Idar-Oberstein war schon mehrfach bei großen Katastrophen im Einsatz, wie etwa 2002 beim großen Elbe-Hochwasser. Aber auch Radtouren entlang der Nahe von der Quelle bis zur Mündung wären ohne die Tatkraft des THW nicht möglich, denn der Ortsverband baute im Frühjahr die 24 Meter lange Radfahrerbrücke über die Nahe bei Hammerstein auf, die dann vor dem Winter wieder abgebaut werden muss.

Rund 50 Mitglieder, darunter zehn Jugendliche, leisten im Ortsverband ehrenamtlich ihren Dienst. Hartrampf erklärte, dass jedes der Mitglieder im Jahr rund 120 Dienststunden ableisten soll, nur dann sei es auch tatsächlich möglich, im Ernstfall die erforderliche Hilfe leisten zu können. Das modulare Ausrüstungskonzept, welches beinhaltet, dass benachbarte Ortsverbände gemeinsam über alle wichtigen Geräte und Maschinen verfügen, erlaubt den verschiedenen Ortsverbänden, Ausrüstung, die man selbst nicht hat, kurzfristig bei anderen Ortsverbänden anzufordern, wenn dies erforderlich ist. Ziel des THW in Idar-Oberstein ist es, dass Idar-Oberstein zum Ausbildungsstandort im Geschäftsführerbereich wird. Hierdurch erhofft man sich eine weitere Steigerung der Fachkompetenz und auch mehr Helfer und eine Aufstockung der Ausbildungsmittel.

Hartrampf, der für das THW in Deutschland als Medienkoordinator tätig ist, bedauerte, dass die Materialausstattung in Idar-Oberstein lediglich 40 Prozent des Sollbestandes abdeckt. Er erhofft sich vom Bund, dass dieser die wirklichen Erfordernisse an Ausrüstung, Geräten und finanziellen Mitteln abdeckt. Er regte an, auf Kreisebene abzuklären, ob nicht größere Synergieeffekte mit den Feuerwehren erzielt werden könnten. Nach der abschließenden Besichtigung der neuen Räume des Ortsverbandes in der ehemaligen Panzerwerkstatt der Bundeswehr bedankte sich Hans Jürgen Noss für die umfassenden Informationen und die vielfältigen Eindrücke, die er gewinnen konnte.