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25.07.2012 30/012

Großes Interesse an "Pflegeveranstaltung"

Der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss hatte die Staatssekretärin im rheinland-pfälzischen Sozialministerium, Jaqueline Kraege, zu einer Informationsveranstaltung zur "Zukunft der Pflege - Wohnen im Alter" in das AWO-Zentrum Idar-Oberstein eingeladen. Ein Thema, welches die Menschen bewegt und interessiert, denn schließlich hat fast jeder Familienangehörige oder Bekannte, die pflegerischer Hilfe bedürfen. Der Andrang der Besucherinnen und Besucher zu dieser Veranstaltung war so groß, dass die Sitzplätze trotz zusätzlich aufgestellter Stühle nicht ausreichten.
Noss stellte in seiner Begrüßung heraus, dass die Pflege und die damit verbundenen Belastungen und Umstellungen sowohl die direkt betroffenen Menschen, wie auch ihre Familienangehörige und Bekannte treffen. Ziel fast aller älteren Menschen ist es, trotz einer eventuellen Pflegebedürftigkeit möglichst lange in ihrem vertrauten Umfeld, in den eigenen vier Wänden leben zu können. Dieses Ziel, so Noss weiter, stellt eine große Herausforderung unserer Gesellschaft dar. Besonders der Landkreis Birkenfeld mit seiner demografischen Entwicklung ist besonders gefordert.
Die Staatssekretärin informierte, dass derzeit rund 2,4 Millionen Menschen in Deutschland pflegebedürftig sind. Viele Menschen erkranken darüber hinaus an Demenz. Die Zahl der demenzkranken Menschen wird dabei von heute 1,2 Millionen Menschen deutlich ansteigen. Durch niedrige Geburtenzahlen, einer höheren Erwerbsbeteiligung von Frauen und der Zunahme von Ein-Personen-Haushalte, wird die Zahl der Angehörigen zurückgehen, die Betreuung und Pflege von Familienangehörigen übernehmen können, so dass immer mehr pflegerische Unterstützung außerhalb der Familie erforderlich wird.
Ziel des Landes, so Kraege , ist es, dass die Menschen auch im Alter möglichst selbstbestimmend leben und an der Gesellschaft teilhaben können. Rund 70% der ca. 106.000 pflegebedürftigen Menschen werden zu Hause versorgt, womit Rheinland-Pfalz im Ländervergleich auf Bundesebene auf Platz 2 liegt.
Der Landesregierung ist es, wie die Staatssekretärin betonte, wichtig, dass Pflegebedürftige und ihre Angehörigen die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Die Hilfe muss zu den Menschen kommen und nicht umgekehrt, so ihre Forderung.
Mithilfen und koordinierende Unterstützung bieten hierzu die 135 Pflegestützpunkte im Land (3 davon im Landkreis Birkenfeld), die durchschnittlich für je etwa 30.000 Einwohner zuständig sind. Diese werden, so die Vorhersage der Staatssekretärin, eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Der Grundsatz "ambulant vor stationär" und den Auf- und Ausbau neuer Wohnformen gilt die besondere Aufmerksamkeit der Landesregierung.
Abschließend stellte die Staatssekretärin fest, dass die Pflege der Menschen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei und dass Menschen die Chance haben müssen, dort alt und gepflegt zu werden, wo sie gelebt haben und wo sie leben wollen.
In der sich anschließenden lebhaften und interessanten Diskussion wurde nochmals deutlich, wie wichtig das Thema "Pflege" ist. Abschließend bedankten sich der AWO-Vorsitzende Volkmar Pees und Hans Jürgen Noss bei der Staatssekretärin für deren Information.
Noss betonte, dass die Themen "Alt werden", Pflege, neue Wohnformen, sozialer Zusammenhalt und Gerechtigkeit eine wichtige Rolle bei der Arbeit der Kreis-SPD in den nächsten Jahren sein wird.