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18.07.2012 29/12

SPD-Arbeitskreis besucht Flughafen Hahn

Überlegungen der EU-Kommission Arbeiten auf dem Flughafenvorfeld zukünftig ausschreiben zu lassen, standen im Mittelpunkt eines Besuches des Arbeitskreises für Europa der SPD-Landtagsfraktion auf dem Flughafen Hahn. In Gesprächen mit der Geschäftsführung, dem Betriebsrat und ver.di, der zuständigen Gewerkschaften, wurde die Gesamtthematik eingehend erörtert, wobei übereinstimmend festgestellt wurde, dass die Umsetzung der EU-Pläne für den Flughafen Hahn zukünftig bedeuten würde, dass er die Leistungen zwischen dem Einchecken der Fluggäste und deren Einsteigen in das Flugzeug zukünftig ausschreiben müsste.
Statt des gut ausgebildeten Personals, die direkt beim Flughafen angestellt sind, würden zukünftig eventuell private Anbieter mit ihren Arbeitskräften in diesem hochsensiblen Sicherheitsbereich die Arbeit verrichten. Niedriglohnjobs und Leiharbeiter würde damit Vorschub geleistet, ganz zu schweigen von den Sicherheitsrisiken.
Die Beratungen über eine neue Bodenverkehrsrichtlinie sind derzeit in der entscheidenden Phase. Die Vorentscheidungen werden durch die EU-Gremien demnächst getroffen werden. Neben den Mitgliedern des Arbeitskreises, dessen stellvertretender Vorsitzender der hiesige Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss ist, nutzten auch der Landtagspräsident Joachim Mertes und die zuständige Abgeordnete Bettina Brück die Gelegenheit sich über dieses brisante Thema vor ort zu informieren.
Die Geschäftsführung, Betriebsrat und die Gewerkschaften ver.di üben übereinstimmend scharfe Kritik an diesen Überlegungen der EU. Wolfgang Pollety, der kaufm. Geschäftsführer der Flughafen Hahn GmbH:« Der Bodenverkehrsdienst gehört zu unserem Kerngeschäft und trägt erheblich zu unserem Umsatz bei. Hier geht es auch um Qualität und Sicherheit. Bei erzwungenen Ausgründungen lassen sich weder die derzeitigen Sicherheitsstandards, noch die Qualität des Betriebes und der Arbeitsbedingungen insgesamt auf dem jetzigen Standort halten.« Die Gewerkschaftsvertreter betonten, dass 200 tariflich abgesicherte Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen. Sie befürchten weiter, dass wenn Billiganbietern die Tür geöffnet werden, prekäre Beschäftigungsverhältnisse wie Leiharbeit und Werkverträge das Bild bestimnen.
Die SPD-Landtagsabgeordneten waren übereinstimmend der Meinung, dass die geplante Richtlinie so nicht einfach hingenommen werden darf und es keine Novellierung der Sozial- und Sicherheitsstandards nach unten geben darf. Hans Jürgen Noss betonte, dass man froh sei, dass über 3000 Arbeitsplätze auf dem Hahn entstanden seien und es verhindert werden muss, dass neue Billiglohnarbeitsplätze die vorhandenen tariflich abgesicherten Arbeitsplätze verdrängen.