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11.04.2012 15/012

SPD fragt Mitglieder

Schon seit vielen Wochen beschäftigt das Thema "Nationalpark" die interessierten Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Birkenfeld. Der Kreistag hat in der Sitzung am 30. Januar 2012 sein grundsätzliches Interesse an der Einrichtung eines Nationalparks im Bereich Hochwald-Idarwald bekundet. Auch in etlichen Ortsgemeinderäten stand das Thema "Nationalpark" zwischenzeitlich auf der Tagesordnung, wobei überwiegend eine positive Einstellung zu einem Nationalpark deutlich wurde.
Die Kreis-SPD hat wie deren Vorsitzender Hans Jürgen Noss mitteilt, zwischenzeitlich alle Gliederungen der Partei im Landkreis angeschrieben und diese gebeten, die Einrichtung eines Nationalparks mit den Mitgliedern zu diskutieren und sich möglichst bis Ende April eine Meinung zu bilden.
Wie Uwe Weber betont, ist es Ziel der SPD, alle Mitglieder mitzunehmen und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich in den Entscheidungsprozess einzubringen.
Wie Noss weiter informiert, hat der SPD-Kreisverband am 29.03. eine Informationsfahrt zum "Nationalpark Eifel" durchgeführt, sowie 2 Tage später im Gemeinschaftshaus in Niederhambach ein Informationsabend veranstaltet. Die Reaktionen auf beiden Veranstaltungen schätzt der stellvertretende Kreisvorsitzende Volkmar Pees als überwiegend positiv ein. Wie Noss weiter ausführt, kommt es jetzt darauf an, mit dem zuständigen Ministerium in Mainz in einen erfolgsorientierten Dialog zu treten. Der Leiter des Nationalparks Eifel hat, - so Noss - sehr transparent deutlich gemacht, dass es wichtig sei, mit eigenen Vorschlägen für die Gestaltung des Nationalparks aufzuwarten. Es macht nach Meinung von Uwe Weber wenig Sinn, auf Vorschläge der Landesregierung zu warten. Selbst gestalten bildete nach seinen Worten die beste Voraussetzung dafür, dass der Nationalpark ein Erfolg werden kann. Dass es nur mit der finanziellen Unterstützung des Landes gelingen wird, den Nationalpark attraktiv zu gestalten, versteht sich von selbst.
Der Nationalpark sollte als "Dachmaske" die zahlreichen touristischen Sehenswürdigkeiten und die weiteren Bemühungen zur Verbesserung unserer Wirtschaftsstruktur (z.B. Mitmachprozess) bündeln und gemeinsam mit der Fachhochschule Umwelt Campus, die ja bereits heute ein Aushängeschild für unsere Region ist helfen, den Landkreis Birkenfeld positiv als zukunftsorientiert, an einer nachhaltigen Politik arbeitenden Region darstellen.
Die identitätssteigernde Wirkung, die der Nationalpark bringen könnte, sollte in diesem Zusammenhang nicht unterschätzt werden. Wie Herr Walter vom Nationalpark Eifel berichtete, ging nach dem Zuschlag für seinen Nationalpark regelrecht ein Ruck durch die Gesellschaft, der dazu führte, dass die Bürgerinnen und Bürger in der Region sich in großem Umfang einbrachten.