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04.04.2012 14/012

SPD-Informationen über Nationalpark

Mitglieder des SPD-Kreisverbandes Birkenfeld, interessierte Bürgerinnen und Bürger, sowie Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion nutzen vergangene Woche die Gelegenheit, dem Nationalpark Eifel einen Besuch abzustatten, um sich direkt vor Ort zu informieren.
Der dortige Nationalparkleiter Henning Walter begrüßte die Gäste und erläuterte diesen mit seinen Mitarbeitern die Entwicklung des Nationalparks von der Ideenfindung bis zu seiner Umsetzung. Er machte dabei insbesondere deutlich, dass sich ein Nationalpark nur dann erfolgreich darstellen könne, wenn die Bevölkerung mitzieht. Diese ist insbesondere über eine ganz enge Einbeziehung der Kommunalpolitik in verschiedenen Gremien garantiert. Angefangen vom Mitspracherecht in vielen Gebieten geht dies bis hin zu Vetorechten. Auch touristisch sei der Nationalpark für die gesamte Region ein großer Gewinn, was durch die weit über 200.000 Besucher die den Park jährlich besuchten, deutlich dokumentiert wird. Viele der Befürchtungen, die die Besuchergruppe im Hinblick auf Belastungen und Verboten für die Bürgerinnen und Bürger hatten, konnte von Herrn Walter entkräftet werden. Bei der anschließenden Wanderung über rd. 4 km durch einen barrierenfreien, gut ausgebauten Wanderweg durch den Nationalpark konnten sich die Gäste von der besucherfreundlichen Einrichtung der Wege überzeugen, die auf zahlreichen Stationen über Landschaft und Natur bedienerfreundlich informierten.
Im Gemeinschaftshaus in Niederhambach fand 2 Tage später eine Infoveranstaltung zum Nationalpark statt, zu der alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen waren. Der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Marcel Hürter, von der Abteilung Forsten im Mainzer Umweltministerium Dr. Jens Jakob und Joachim Werner, Landschaftspfleger bei der Kreisverwaltung Birkenfeld informierten die anwesenden Besucher zunächst in Kurzvorträgen über die Möglichkeiten, Chancen und Risiken eines Nationalparks, wobei deren Vorträge, wie auch die anschließende Diskussion von großer Sachlichkeit geprägt waren, was diese Veranstaltung wohltuend von anderen Veranstaltungen zu diesem Thema unterschied. Zusammengefasst lässt sich, wie der SPD-Kreisvorsitzende Hans Jürgen Noss betont, feststellen, dass überwiegend der Nutzen eines Nationalparks höher als die Risiken eingestuft wurde. Zahlreiche Fragen, angefangen von der Brennholzgewinnung, über die Jagdmöglichkeiten im Nationalpark, Wildschäden oder auch Gefahren durch den Borkenkäfer, oder die eventuelle Aussetzung von Wildtieren, die nicht stattfinden wird, wie Dr. Jakob informierte, und die Möglichkeiten der touristischen Nutzung des Parks wurden angesprochen und auch beantwortet. Dr. Jakob unterstrich, dass das Land, da der Park ja in erster Linie auf Staatswald errichtet werde, auch die erforderlichen Investitionen trage. Besonders interessant wurde auch das Interesse des Saarlandes gesehen, sich eventuell in den Nationalpark mit einzubringen.
Die beiden ehemaligen Landräte, Dr. Theilen und Wolfgang Hey betonten, dass andere strukturell besser aufgestellte Gebiete in der Region gut ohne Nationalpark leben können. Aber für den Landkreis Birkenfeld mit seiner Strukturfläche sei der Nationalpark eine wichtige Chance, die man nutzen müsse.
Noss fasste abschließend zusammen, dass die Diskussion ein überwiegendes Interesse für den Nationalpark deutlich zeigte und man die Sache daher angehen solle. Die Parteigliederungen der SPD im Landkreis werden sich möglichst bald mit dem Thema näher beschäftigen und ihr Votum abgeben. Ziel sei es dabei, dass die Kreis-SPD seine einheitliche Meinung formulieren könne, die dann die Basis für das weitere Agieren in dieser Angelegenheit bilden wird.