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01.08.2012 31/012

SPD-Kreistagsfraktion Birkenfeld und St. Wendel tagen gemeinsam

Das beiderseitige Interesse im Hochwald sowie im nördlichen Saarland einen gemeinsamen Nationalpark einzurichten war der Anlass dafür, dass sich die SPD-Kreistagsfraktionen aus St. Wendel und Birkenfeld in der Fachhochschule Umwelt-Campus in Neubrücke zu einer gemeinsamen Sitzung trafen.
Prof. Dr. Peter Gutheil begrüßte die Gäste und berichtete über die neuesten Entwicklungen an der Fachhochschule, die mittlerweile über 2.500 Studentinnen und Studenten zählt. Er bezeichnete die Fachhochschule, die nur wenige Meter von der saarländischen Landesgrenze entfernt ist, als eine ideale verbindende Schnittstelle zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland, was auch dadurch deutlich werde, dass über 30% der Studierenden aus dem Saarland kommen. Rund 230 Mitarbeiter und über 55 Professoren arbeiten und lehren an der FH, die sich immer mehr zu einem wichtigen positiven Standortfaktor für die gesamte Region darstelle. Das neue Kommunikationsgebäude sieht Gutheil als weiteres wichtiges Mosaik für den Ausbau der FH.
Der Birkenfelder Fraktionsvorsitzende Hans Jürgen Noss dankte Prof. Gutheil für dessen Ausführungen und unterstrich die Bedeutung der Fachhochschule für den hiesigen Raum. Anschließend leitete er zum eigentlichen Thema der gemeinsamen Sitzung, der Errichtung eines Nationalparks, über.
Gerhard Hänsel, der zuständige Mitarbeiter der Verbandsgemeinde Birkenfeld für die Koordination der Bemühungen zur Errichtung eines Nationalparks, erläuterte dann den aktuellen Sachstand, wobei er zunächst die Abläufe der letzten Monate Revue passieren ließ. Dabei konnte er berichten, dass das Projekt in letzter Zeit erheblich Fahrt aufgenommen habe und die Aussichten, dass der Nationalpark in der hiesigen Region entstehen werde, erheblich gestiegen sind. Nach einer ersten Phase, in der die Interessenbekundungen am Nationalpark im Mittelpunkt stand, sei nunmehr die Dialogphase eingeläutet worden, in der es darum gehe, gemeinsam mit der Bevölkerung in Infoveranstaltungen und Gesprächen auf kommunaler Ebene und im Rahmen des bestehenden Naturparks Saar-Hunsrück Konzepte und Vorstellungen zu entwickeln, wie der Nationalpark gestaltet werden sollte und diese Ergebnisse dann mit dem Land abzustimmen und eine einvernehmliche Konzeption für den Nationalpark zu definieren. Uwe Weber, der Herrsteiner Verbandsbürgermeister, ergänzte dies dahingehend, dass es von großer Bedeutung sei, wenn auch das Saarland und die dort tangierten Kommunen deutlich ihr Interesse bekunden würden und den Weg zum Nationalpark mitgehen würden.
Hänsel und Weber informierten weiter, dass nunmehr die erforderlichen Arbeitsgruppen gebildet werden und dass es dabei auch wichtig wäre, dass sich die saarländische Seite mit ihren Interessen und Wünschen einbringen würden. Beide betonten, dass es auf keinen Fall Absicht des Landes sei, der Region ein fertiges Konzept "überzustülpen", sondern die betroffenen Kommunen und die dort wohnenden Menschen sollen sich einbringen, nur so sei letztlich auch die erforderliche und gewünschte Akzeptanz vor Ort zu erreichen.
Dr. Magnus Jung, der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion St. Wendel, begrüßte diese Ausführungen und betonte, dass bei den betroffenen saarländischen Kommunen sicherlich noch einige Informationen fehlen würden, dennoch zeichne sich eine positive Meinung zum gemeinsamen Nationalpark ab. Die in Frage kommenden Flächen befänden sich fast ausschließlich in der Bewirtschaftung des Saarforstes. Ähnlich wie auf rheinland-pfälzischer Seite erhoffe man sich eine deutlich positive Entwicklung durch den Nationalpark, wobei in Verbindung mit den bestehenden keltischen Ausgrabungen und sonstigen Projekten auch der Ringwall bei Otzenhausen stärker in Wert gesetzt werden könnte.
Er wünsche sich möglichst schnell bessere Informationen der saarländischen Kommunen, da sicherlich noch einiges nachzuarbeiten sei. Hans Jürgen Noss betonte, dass es wichtig sei, den wieder begonnenen Dialog fortzusetzen und die beiderseitigen Bemühungen für die Schaffung des Nationalparks sowie die generell grenzüberschreitende Zusammenarbeit weiter zu forcieren. Beide Fraktionen vereinbarten, sich demnächst zu einer Fortsetzung der Gespräche wieder zu treffen.