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Nahe Zeitung, 29.03.2011

Der klare Sieger verzichtet auf Triumphgesten
Wahlparty Hans Jürgen Noss feiert in der Stefan-Morsch-Stiftung

Von unserem Reporter Jörg Staiber

Birkenfeld. Für 18.30 Uhr ist die Wahlparty von Hans Jürgen Noss im Konferenzsaal der Stefan-Morsch-Stiftung angesetzt. Aber so früh haben sich erst wenige Genossen in die frühere BVS-Schule verirrt. Sie verfolgen die Hochrechnungen, die die politische Sensation signalisieren – die aber vor allem im benachbarten Bundesland stattfindet. Für Rheinland-Pfalz hatte man mit einem ähnlichen Ergebnis gerechnet, auch wenn man der eigenen Partei sicher ein paar Prozent mehr zugetraut hatte.

Holger Noss, der Sohn des Abgeordneten, setzt sich immer wieder ab, um in einem Büro im Nachbargebäude die Ergebnisse aus dem Wahlkreis im Internet zu verfolgen. Er wirkt etwas nervös, als nach den ersten Auszählungen die CDU-Herausforderin in Führung geht, beruhigt sich aber selbst: „Das sind die kleinen Dörfer, bei denen die CDU auch schon bei den letzten Wahlen vorne lag.“ Seine Ahnung trügt nicht. Spätestens als immer mehr Ergebnisse aus Idar-Oberstein einlaufen, wird klar, dass sein Vater den Wahlkreis verteidigen und die Strategie von Kirsten Beetz, auf den sicheren Listenplatz des Mandatsträgers zu verweisen, nicht aufgehen wird.

Gegen 19.30 Uhr, als dann der klare Erfolg von Hans Jürgen Noss endgültig sicher ist und sich der Saal auch schon mit rund 50 Genossen gut gefüllt hat, wird das Erscheinen des Siegers angekündigt – das aber dann doch noch eine Weile auf sich warten lässt. Endlich erscheint Noss, begleitet von einem ganzen Tross von SPD-Politikern aus dem Kreis. Der Wahlgewinner wird mit lang anhaltendem, stehend dargebrachtem Beifall begrüßt, den er zurückhaltend und ohne triumphierende Gesten entgegennimmt.

Auch in seiner kurzen Ansprache an die Genossen dominieren nach der etwas martialischen Einleitung „Die Schlacht ist geschlagen, die Schlacht gewonnen!“die ruhigen, sachlichen Töne. Im Kreis habe man den Negativtrend für die SPD brechen können, stellt er zufrieden fest, wenn auch durch die Atomkatastrophe in Japan die SPD mehr Stimmen an die Grünen verloren habe als die CDU. Aber er räumt freimütig ein: „Bei der Ökologie haben die Grünen einfach größere Verdienste als wir.“ Und natürlich bedankt er sich für die Unterstützung aus der Partei, und vor allem von seinem Sohn und seiner Tochter. Als er dann seine im vergangenen Jahr verstorbene Frau erwähnt, schießen ihm die Tränen in die Augen, und er wendet sich ab. Doch gleich hat er sich wieder im Griff und richtet sich an die Genossen im Saal: „Jetzt feiert mal schön!“