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Nahe Zeitung, 28.03.2011

Kommentar
Noss schöpft das rote Potenzial aus

Der überlegene Sieg von Hans Jürgen Noss unterstreicht, dass der Sensations-Coup des CDU-Kandidaten bei der Landratswahl im vorigen Jahr ein rein personenbezogener Ausreißer war. Gestern lief für die Protagonisten von SPD und CDU wieder alles wie gewohnt – das Direktmandat bleibt fast schon traditionell fest in roter Hand.

Auch im Kreis Birkenfeld stand diese lokale Entscheidung stark unter dem Einfluss des Japan- und des Julia-Effekts – der Auswirkungen des Atom-GAU in Japan und des Duells zwischen Beck und Klöckner. Kirsten Beetz blieb deprimierend deutlich hinter dem Ergebnis ihrer Partei – für sie eine ganz bittere Pille. Die 49-Jährige setzte vergeblich darauf, im Sog der populären und beliebten Spitzenkandidatin die Wende zu schaffen.

Im Schulterschluss mit Klöckner beschränkte sie sich im Wahlkampf zu sehr auf Kritik an der Landesregierung. Eine inhaltliche Auseinandersetzung zu lokalen Themen fand nicht statt – wobei da aber ohnehin kaum Unterschiede zum Konkurrenten von der SPD zu erkennen sind. Weil die Linke den Sprung in den Landtag verpasste, bleibt auch Tanja Krauth draußen – und Hans Jürgen Noss der einzige Vertreter des Kreises im Landtag. Er ist mit seinem anpassungsfähigen Politikstil innerhalb weniger Jahre zum starken und fast allmächtigen Mann der SPD im Kreis Birkenfeld aufgestiegen. Die Ergebnisse von Partei und Kandidat beweisen, wie groß das rote Potenzial an der oberen Nahe nach wie vor ist. Keine Überraschung: Die Grünen, bei denen Thomas Petry für die früher nicht vorhandene personelle Kontinuität sorgt, schafften auch im Wahlkreis 19 das erhoffte Rekordergebnis.(Kurt Knaudt)