Startseite | Kontakt | Impressum | Sitemap

www.hans-juergen-noss.de

Nahe Zeitung, 24.12.2011

Die Räuber

Die Schinderhannesbande aus Idar-Oberstein war unter Führung ihres Hauptmannes Rudi Franz in Mainz. Diesmal wurden sie allerdings nicht – wie 1803 – angeklagt und geköpft, sondern folgten der Einladung des Landtagsabgeordneten Hans Jürgen Noss. Nach gründlicher Entwaffnung durch diverse Ordnungskräfte durften Räuberlieder angestimmt werden, ehe es auf die Besuchertribüne ging. Der Hauptmann schwenkte fröhlich seinen Hut, und der Ministerpräsident winkte freundlich zurück. Die Sitzung verlief ausgesprochen kontrovers, es ging um die Problematik erneuerbarer Energien im Lande, und die Räuber kamen überein, dass unsere Volksvertreter recht trefflich streiten können. Im Anschluss erfolgte ein Mittagessen in geselliger Runde, bevor sich Kurt Beck noch für ein Erinnerungsfoto zu den Räubern gesellte.
Nach einer Diskussionsrunde mit dem Landtagsabgeordneten Noss war ein Besuch des Weihnachtsmarktes vorgesehen. Hier wurde – weiterhin in Räubermontur – zunächst der Marktstand von Abbou Benalia, einem seit Jahrzehnten im Landkreis beheimateten, aus Marokko stammenden Textilhändler, heimgesucht. Dieser ließ es sich nicht nehmen, die Räuber auf eine Feuerzangenbowle einzuladen. Die Bande sang dann spontan ein paar Räuberlieder, was sowohl den Besitzer des Glühweinstands als auch die weiteren Gäste nach kurzer Erläuterung der ehrenamtlichen Tätigkeit der wilden Horde zu einer Spendensammlung animierte. So kamen sogar bei diesem sehr friedvollen Ausflug der Schinderhannesbande nach Mainz noch 105 Euro für einen guten Zweck zusammen. red

Als friedfertige Räuber, die stets für die Ärmsten und Kranken sammeln, gab sich die Schinderhannes in Mainz. So blieb der Kopf diesmal dran.