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02.02.2011 5/011

Gibt es noch eine Chance für die Kita?

Von grauen Wolken verhangen zeigte sich der Himmel über Hottenbach bei der Ankunft des hohen Besuches aus Mainz. Mehr Aufgeschlossenheit erhofften sich die Hottenbacher von ihrem Gast Vera Reiß, Staatsekretärin im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur. Das Zusammentreffen, vom Landtagsabgeordneten Hans-Jürgen Noss arrangiert, sollte einen Lichtblick in den ansonsten tristen Tag bringen.

Der Bestand der Kindertagesstätte ist aufgrund der rückläufigen Kinderzahl akut gefährdet. Ohne die Unterstützung durch Land und Kreis wäre die Gemeinde nicht in der Lage die Einrichtung alleine zu unterhalten. Vor diesem Hintergrund bemühen sich die Verantwortlichen um Ortsbürgermeister Horst Kreischer seit nunmehr eineinhalb Jahren unentwegt und suchen Lösungswege. Erste Anstrengungen den Bestand der Kindertagesstätte über die Etablierung eines Miteinanderhauses zu erreichen, erwiesen sich nicht als Lösung des Problems. Der jüngste Versuch einer Kooperation mit der Stadt Idar-Oberstein, dort fehlen Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren, hat bisher auch nicht den erhofften Erfolg gebracht.

Positiv würdigte die Staatssekretärin die vielfältigen Bemühungen der Ortsgemeinde. Sie stellte aber auch unmissverständlich klar, dass es keine Ausnahmeregelung für Hottenbach geben kann. Die Gemeinde sei herausgefordert sich weiter um eine Anhebung der Kinderzahlen zu bemühen, Ideen dazu seien ja vorhanden.

Nach einer Stärkung mit einem regionaltypischen Gericht stellte Ortsbürgermeister Kreischer die Gemeinde vor. Beeindruckt zeigte sich der Gast von der Vielzahl der Vereine, der Aktivitäten und des ehrenamtlichen Engagements in Hottenbach. Auch das Eintreten des ganzen Dorfes für den Bestand der Kindertagesstätte sei beispielhaft.

Hottenbach, seit 2009 als Schwerpunktgemeinde anerkannt, unternehme große Anstrengungen den Förderzeitraum von sechs Jahren zu nutzen um den Ort weiterzuentwickeln. Man habe in Hottenbach die Zeichen der Zeit erkannt und arbeite mit großem Elan für attraktive Lebensbedingungen. Auch das Fördern des Miteinanders von Alt und Jung geschehe in Hottenbach vorbildlich.

Daher sei es nachvollziehbar, dass man so beherzt um den Bestand der Kindertagesstätte ringe. Es gäbe ja auch durchaus hoffnungsvolle Entwicklungen. So sei im Jahre 2009 erstmals wieder die Zahl der Geburten und der Sterbefälle gleich gewesen. Auch die Krabbelgruppe, hierzu zählen zurzeit zehn Kinder unter zwei Jahren, biete eine positive Perspektive. Frau Reiß, Anfang des Jahres von den Eltern der Krabbelgruppenkinder angeschrieben, bemerkte, sie werde ihr bereits gefertigtes Antwortschreiben noch einmal überarbeiten.

Bürgermeister Georg Dräger zeigte sich zuversichtlich, dass es dem Ort aus eigener Anstrengung gelingen kann die Zukunft die Kindertagesstätte zu sichern. Es wäre deshalb wünschenswert der Gemeinde hierzu eine reelle Chance einzuräumen. In der Diskussion mit der Staatssekretärin wurde deutlich, niemand in Hottenbach ist so vermessen eine dauerhafte, und an keinerlei Bedingungen geknüpfte, Bestandszusage zu erwarten. Hans-Jürgen Noss, der die Hottenbacher Aktivitäten effizient unterstützt, erntete dafür vom Ortsbürgermeister ein dickes Lob. In gelöster Atmosphäre wurde der Gast aus Mainz von Ortsbürgermeister Kreischer und seinen Mitstreitern verabschiedet. Nun heißt es warten auf die Entscheidung.