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Nahe Zeitung, 28.09.2010

Betriebsräte gegen Flugverkehrsabgabe
Verlust von Hahn-Arbeitsplätzen befürchtet

Flughafen Hahn. Die geplante Flugverkehrsabgabe dürfte auch auf dem Hahn viele Arbeitsplätze kosten. Das befürchtet die Belegschaft.

Auf dem Flughafen Hahn sah sich Landtagsabgeordneter Hans Jürgen Noss (SPD) um. Der Betriebsratsvorsitzende der Flughafengesellschaft, Thomas Dillmann, und dessen Stellvertreter Jörg Munsteiner informierten den Parlamentarier über die Lage. Begleitet wurde Noss vom Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Rhaunen, Herbert Wichter, und dem Rhein-Hunsrück-Kreisbeigeordneten Dietmar Tuldi (SPD).

Die Hauptsorge der Betriebsräte galt der von der CDU/FDP-Bundesregierung geplanten Luftverkehrsabgabe. Bundesweit könnten, so die Befürchtung, etwa 17 000 Arbeitsplätze gefährdet sein. Der Betriebsrat geht von einem Rückgang der Passagierzahlen, die zurzeit etwa 4 Millionen betrügen, von 30 Prozent aus, verbunden mit einem erheblichen Wegfall von Arbeitsplätzen. Das sei eine Entwicklung, befand Noss, die die bisherigen Bemühungen des Landes und der Kommunen konterkarieren könnte. Es mache, ergänzten Tuldi und Wichter, wenig Sinn, eine Luftverkehrsabgabe nur für Deutschland zu beschließen, während konkurrierende Flughäfen jenseits der Grenzen diese nicht erheben müssten.

Dillmann und Munsteiner informierten den Abgeordneten und seine Begleiter über eine zurzeit laufende Unterschriftensammlung gegen die Flugverkehrsabgabe. Am 15. September nahmen 22 Beschäftigte in Berlin an einer Veranstaltung von Verdi gegen die Abgabe teil. Die gesammelten Unterschriften sollen in Mainz an den rheinland-pfälzischen Verkehrsminister Hendrik Hering übergeben werden.