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Nahe Zeitung, 26.05.2010

„Steri“ macht OP-Utensilien steril

Ministerin kam zur Einweihung der für knapp 1,9 Millionen Euro neu gebauten Abteilung im Klinikum Idar-Oberstein

Mithilfe des Konjunkturprogramms II wurde das „Herzstück“ des Klinikums Idar-Oberstein neu gebaut: Die Abteilung, in der die Instrumente steril gemacht werden. Mit ihr will man in Zukunft auch Fremdkunden versorgen.

IDAR-OBERSTEIN. Hoher Besuch aus Mainz zur Einweihung: Malu Dreyer, Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen, war gekommen, um bei der offiziellen Inbetriebnahme der Zentralen Sterilgut-Versorgungsabteilung, im Krankenhausjargon kurz „Steri“ genannt, dabei zu sein. Knapp 1,9 Millionen Euro hat der Neubau der Abteilung gekostet, rund 1,7 Millionen Euro, also 90 Prozent, wurden aus dem Konjunkturprogramm II mit Mitteln des Bundes und des Landes finanziert. Die Abteilung, in der Arbeitsgeräte, wie etwa Operationsbestecke oder -bekleidung, gereinigt, desinfiziert, steril gemacht und zum erneuten Gebrauch in speziellen Verpackungen eingeschweißt werden, soll auch Aufträge von Fremdkunden, wie etwa Ärzten oder anderen Krankenhäusern aus der Region, erledigen.

Es sei „ein wichtiger Tag für das Krankenhaus“, erklärte Malu Dreyer bei der Feierstunde zur Einweihung der in einer Bauzeit von rund sieben Monaten völlig neu gestalteten Abteilung und kündigte an: „Wir wissen, dass wir auch in Zukunft etwas für dieses Krankenhaus tun müssen.“ Sie führte die geplante stationäre Versorgung im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie oder Modernisierungen wie einen neuen OP-Bereich sowie eine Neugestaltung der Notaufnahme und des Eingangsbereichs an. Im Hinblick auf die anstehende Krankenhausbedarfsplanung gab sie eine Bestandsgarantie für das Klinikum: „Ohne dieses Krankenhaus ist die medizinische Versorgung in dieser Region unvorstellbar.“

Alfons Vogtel, Geschäftsführer des Klinikum-Trägers Saarländische Heilstätten GmbH, hob die Bedeutung des Neubaus der Sterilgut-Abteilung als wichtige Investition für die Zukunft und deutliches Signal für den Standort hervor. Er lobte die schnelle Umsetzung von der Planung zur Fertigstellung der Abteilung, in der zehn Mitarbeiter beschäftigt sind und die 382 Quadratmeter groß ist. Er sprach die Hoffnung aus, dass das Land auch weiterhin die Modernisierung des Klinikums finanziell unterstütze.

Christoph Bendick, Verwaltungsdirektor des Klinikums, bedankte sich bei den 15 Baufirmen, davon die meisten aus der Region, für die schnelle und gut koordinierte Durchführung der Arbeiten. Mit der Neuorganisation der Zentralen Sterilgut-Versorgung sei künftig auch im Nachhinein immer nachvollziehbar, mit welchen Gerät ein Patient operiert worden sei. Die ergonomische Gestaltung der Abteilung mache die Arbeit für die in der Abteilung Tätigen körperlich weniger belastend. Man hoffe, so Bendick, neben dem eigenen Haus auch noch weitere Einrichtungen aus der Region zu versorgen. Eine feste Vereinbarung bestehe bereits mit dem Krankenhaus Birkenfeld, mit dem Klinikum Meisenheim würden derzeit Gespräche geführt. „Wir sind aber auch offen für die Arztpraxen in der Region“, unterstrich Bendick.(jst)

Blumen für die Ministerin: Für die Unterstützung aus Mainz bedankten sich (von links) Alfons Vogtel, Friedrich Marx, Hans Jürgen Noss, Axel Redmer, Bruno Zimmer, Christoph Bendick und Dr. Bernd Laufs. M Foto: Hosser