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Nahe Zeitung, 23.01.2010

Ministerin drückt in Sachen IGS die Daumen

Neujahrsempfang des SPD-Kreisverbandes in der Herrsteiner Turnhalle: Doris Ahnen zu Gast

HERRSTEIN. Da war Bildungsministerin Doris Ahnen sichtbar angetan: Die gebürtige Triererin besuchte vor dem Neujahrsempfang der Kreis-SPD in der Herrsteiner Turnhalle die Realschule plus der Gemeinde - und traf dort auf die Mitglieder der Planungsgruppe für die Integrierte Gesamtschule Herrstein-Rhaunen, die im Sommer 2010 ihre Arbeit aufnehmen wird: Dort habe sie "Vollblutpädagogen" getroffen, die der neuen Schule sicher einen optimalen Start bescheren würden - "Ich drücke die Daumen", ergänzte sie.

Die IGS sei eine sehr gute Option: Sie lasse die Form des Schulabschlusses lange offen. Die vielen Sozialdemokraten - darunter Hans Jürgen Noss (MdL), Landrat Axel Redmer, Bürgermeister der Verbandsgemeinden, Ortschefs und Ratsmitglieder - nahmen es erfreut zur Kenntnis: Die Erfahrungen in Sachen Regionaler Schule strahlten sicher auch auf die IGS. Das Ministerium werde den Weg der neuen Schule beobachten und konstruktiv begleiten. Als wichtig bezeichnete es die Ministerin, dass die einzelnen Schulen im Kreis sich nicht als Konkurrenten verstehen sollten, wobei ein Wettbewerb um die besten Ideen aber durchaus positiv zu sehen sei. Jedes Kind solle optimal und individuell gefordert werden. Wichtig dabei: "Es darf kein Gefälle zwischen Stadt und ländlichen Regionen entstehen." Der Kreis sei bildungspolitisch gut aufgestellt: Da sei viel Gutes auf den Weg gebracht worden. Damit nahm die Ministerin in ihrer Rede jenen Ball auf, den bereits Landrat Axel Redmer geworfen hatte: "Die Abwanderungsquote in unserer Region ist hoch. Aber wir wollen allen jungen Menschen, die den Landkreis verlassen, in beruflicher Hinsicht optimale Chancen mitgeben. Dazu gehört ein leistungsfähiges Schulsystem." Und: "Wir fördern auch Problemfälle mit entsprechenden Angeboten." Ebenfalls wichtig: Die Ganztagsbetreuung sei im Kreis vom Kleinkind bis zum Jugendlichen ununterbrochen gewährleistet.

Auch Noss nannte die "Heirat der Herrsteiner und Rhauner mit Blick auf die IGS den richtigen Weg, Bildung in der Fläche möglich zu machen". Uwe Weber, Bürgermeister der VG Herrstein, ergänzte: "Wir haben alle an einem Strang gezogen - und vor allem in die gleiche Richtung. Die IGS wertet die Region auf." Das Anmeldeverfahren beginnt im Februar: "In ein paar Wochen werden wir wissen, wie hoch die Zahl der Anmeldungen ist. Es werden mehr als die nötigen 90. Mehr als 120 müssen es nicht unbedingt sein: Das würde nämlich bedeuten, dass wir Kinder abweisen müssen", blickte der Herrsteiner in die nahe Zukunft. Er glaube fest daran, dass die IGS zur Erfolgsgeschichte werde - wie einst auch die Regionale Schule. "Es ist eine tolle Sache, dass Schüler im 900-Einwohner-Ort Herrstein in ein paar Jahren Abitur machen können", sagte Weber mit Stolz. Die Gäste nutzten die Chance, (zumindest kurz) mit der Ministerin zu plaudern. Eine Flasche "Edelschliff"-Wein und Trauben aus Edelsteinen nahm sie als Gastgeschenk erfreut in Empfang. (vm)