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26.05.2010 21/010

Informationsveranstaltung mit Staatssekretär Christoph Habermann

Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Hans Jürgen Noss fand mit Christoph Habermann, dem Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Sozialministerium eine öffentliche Informationsveranstaltung zu dem Thema " Zukunft der Arbeit für Menschen in der Reha und mit Behinderung" statt, die von über 50 interessierten Gästen besucht wurde.

Habermann stellte zunächst fest, dass es Ziel der Landesregierung sei, für Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen des Lebens und des Arbeiten die gleichberechtigte Teilhabe Selbstbestimmung und Gleichstellung zu erreichen.

Wichtig sei, nicht darüber zu reden, was diese Menschen vielleicht nicht können, sondern davon, was sie können.

Im Landkreis Birkenfeld waren im Februar 2010 von rd. 3.200 arbeitslosen Menschen 138 schwerbehindert, dies entspricht 4,3 % der Arbeitslosen. Das Ziel der Landesregierung sei es, wie der Staatssekretär herausstellte, den Menschen mit Behinderung die berufliche Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Hierfür wurden vom Land entsprechende Maßnahmen ergriffen wie z.B. die Werkstätten für behinderte Menschen, in denen landesweit ca. 13.700 Menschen mit Behinderung beschäftigt sind.

Daneben gibt es sogenannte Integrationsbetriebe, die Habermann als Chance sieht, mehr behinderte Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt integrieren zu können. Aktuell sind über 700 behinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ca. 70 Integrationsbetrieben in Rheinland-Pfalz beschäftigt.

Dr. Wolfgang Schneider, der geschäftsführende Vorstand der Elisabeth-Stiftung in Birkenfeld stellte anschließend das Berufsförderungswerk der Stiftung vor, wobei er sich zunächst beim Land für die konstruktive Zusammenarbeit und Unterstützung bedankte. Er betonte, dass der erste Arbeitsmarkt zugleich auch der Arbeitsmarkt für behinderte Menschen sei. Somit müssten behinderte Menschen derart qualifiziert werden, dass sie im "Wettbewerb" um einen Arbeitsplatz mit Nichtbehinderten bestehen können, wobei fördern und fordern allerdings jeweils individuell betrachtet werden müsse. Ständig sei es erforderlich das BFW am Markt zu orientieren und weiter zu entwickeln, neue Wege zu gehen und sich selbst kritisch zu hinterfragen "Ist unsere Leistung auch ihren Preis wert"?

Die sehr hohe Vermittlungsquote von über 70% sei ein gutes Indiz dafür, dass im BFW eine gute Arbeit geleistet werde.

Der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss unterstrich die große wirtschaftliche und arbeitsmarktpolitische Bedeutung der Elisabeth-Stiftung, die einer der größten Arbeitgeber im Kreis sei. Darüber hinaus wies er auch auf die großen Investitionen hin, die von der Stiftung durchgeführt werden (z. B. ca. 35 Mio. Euro für das BFW in den letzten 10 Jahren), die mithelfen, Arbeitsplätze in mittelständischen Betrieben in der Region zu sichern.

Anschließend erfolgte eine angeregte Diskussion durch das überwiegend fachkundige Publikum.