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10.02.2010 6/010

SPD-Kreistagsfraktion besucht Diakonie

Zu einem Informationsbesuch trafen sich die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion in der Geschäftsstelle des Diakonischen Werkes des evangelischen Kirchenkreise Birkenfeld und St. Wendel in Idar-Oberstein, wo sie vom Geschäftsführer Herrn Klaus Böhmer und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begrüßt wurden.

Herr Böhmer informierte die Kommunalpolitiker zunächst über das weitgefächerte Leistungsangebot des diakonischen Werkes, dessen Anfänge im Jahre 1953 liegen. Damals bildeten, wie Herr Böhmer ausführte, den damaligen Anforderungen entsprechend, Betätigungsfelder wie Flüchtlingshilfe, Straffälligenhilfe, Nichtsesshaftenhilfe, Kindererholung und Vormundschaften den Schwerpunkt der Arbeit. Schwangerenberatung, der Betrieb einer Kleiderkammer, die gesetzliche Betreuung behinderter Menschen, die Schuldnerberatungsstelle sowie 2007 die Gründung des Vereins Neue Arbeit ergänzten im Laufe der Jahre das vielfältige Angebot der Diakonie.

Die entstehenden Kosten finanzieren die Kirchenkreise teils mit Eigen-, teils mit Fremdmitteln, wobei das Haushaltsvolumen pro Jahr rund 1 Million Euro beträgt.

3 Mitarbeiter in der Verwaltung und 12 Mitarbeiter im Sozialdienst sind beim diakonischen Werk beschäftigt.

Die anwesenden Mitarbeiter erläuterten den Gästen anschließend ihre Betätigungsfelder, wobei es Volkmar Pees bemerkenswert fand, dass die Kapazität des Betreuungsvereins ausgeschöpft sei.

Ralf Böhmert, der Fachbereichsvertreter der Schuldnerberatung, berichtete, dass die Zahl der Hilfesuchenden, die ihre finanzielle Situation nicht mehr im Griff haben, in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen ist, wobei alle Altersgruppen vertreten seien. Erst wenn das finanzielle Chaos eingetreten sei, melden sich die Betroffenen bei der Schuldnerberatungsstelle. Dort wird dann versucht, eine Entschuldungsmöglichkeit mit den Betroffenen zu erarbeiten.

Frau Woike vom Verein Neue Arbeit berichtete, dass aus der Arbeitslosigkeit oft sehr schnell akute Armut erwachse. Der Verein versuche für die betroffenen Menschen, gemeinsam mit der Kirche, Beschäftigungsmöglichkeiten zu entwickeln, wobei diese durch den Verein entsprechend geschult und begleitet werden. Weitere Ausführungen und Erläuterungen rundeten die vielfältigen Informationen ab.

Der Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Hans Jürgen Noss bedankte sich bei Herrn Böhmer für die umfangreichen Informationen, die ein klares Bild über die wichtige Arbeit des diakonischen Werkes ergeben habe. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dankte Noss für ihren unermüdlichen und wichtigen Einsatz und versprach die Arbeit der Diakonie auch weiterhin zu begleiten und zu unterstützen.

Landrat Axel Redmer betonte, dass der Kreis die Arbeit der Diakonie in vielen Bereichen finanziell fördere, was auch viel Sinn mache, weil die Situation der betroffenen Menschen hierdurch oft wesentlich verbessert werden könnte.

von links nach rechts: Hans Jürgen Noss MdL, Pfarrer Daniel Witting, KLaus Böhmer, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes, Klaus Lukas, Leiter Fachbereich Soziales