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Nahe Zeitung, 29.07.2009

Immer mehr Bürokratie lähmt Pflegekräfte

SPD-Landtagsabgeordneter Noss schaute sich im Altenheim St. Anna um - Engagiertes Personal

HOPPSTÄDTEN-WEIERSBACH. Am länderübergreifenden "Aktionstag Altenhilfe" der Caritas-Arbeitsgemeinschaft Altenhilfe Rheinland-Pfalz/ Saarland informierten sich speziell Vertreter von Politik und Medien in zahlreichen katholischen Altenheimen. Auch Landtagsabgeordneter Hans Jürgen Noss (SPD) nutzte diese Gelegenheit, um sich im Alten- und Pflegeheim St. Anna in Hoppstädten-Weiersbach über die Situation der älteren Menschen in den Heimen und des Pflegepersonals ins Bild zu setzen.

Der Abgeordnete hatte gleich die Gelegenheit, bei einem Schichtwechsel dabei zu sein. Es war, die wie er betonte, interessant, wie über jeden einzelnen Bewohner des Heimes die wichtigen Informationen ausgetauscht wurden, welche Medikamente einzunehmen sind, wie der derzeitige Zustand ist, oder wie sich gerade die Stimmungslage der Bewohnerin oder des Bewohners darstellt.

Noss konnte dabei feststellen, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit viel Engagement und auch Einfühlungsvermögen um die ihnen anvertrauten Menschen kümmern und auch mehr persönliche Anteilnahme einbringen, als vielleicht gemeinhin vermutet wird.

Bei einem Gespräch mit der Leiterin des Hauses, Ulrike Stooß, und ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurde auch die generelle Situation der Altenpflege angesprochen. Steigende Bürokratie und teilweise überzogene Dokumentationspflichten für das Pflegepersonal nehmen immer mehr Zeit in Anspruch, Zeit, die für die eigentliche Betreuung der Menschen fehlt.

Nach Meinung des Abgeordneten ist es dringend an der Zeit, dass sich die Gesellschaft darüber klar wird, was sie bereit ist, für die Pflege älterer Menschen aufzuwenden. Gleichzeitig ist es, so Noss weiter, notwendig, dass die in der Pflege Beschäftigten auch die ihnen zukommende gesellschaftliche und finanzielle Anerkennung erfahren.

Die 53 Beschäftigten des St. Anna-Hauses sind wie Stooß betonte, sehr engagiert und versuchen jeden Tag, den Bewohnern des Heims ihren Aufenthalt so angenehm und menschlich wie möglich zu gestalten. Bei einem Rundgang überzeugte Noss sich davon, dass die älteren Menschen gut aufgehoben sind.