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Nahe Zeitung, 24.03.2009

Neue Hoffnung für die Neurochirurgie
SPD-Kreisvorsitzender ist optimistisch: "Staatssekretär auf unserer Seite"

Die Hoffnungen auf den Erhalt der Neurochirurgie am Klinikum Idar-Oberstein nährte der Kreisvorsitzende Hans Jürgen Noss beim SPD-Kreisparteitag in der VfL-Turnhalle in Algenrodt.

IDAR-OBERSTEIN. Fieberhaft wird zurzeit nach Aussage des SPD-Kreisvorsitzenden Hans Jürgen Noss daran gearbeitet, dass die Neurochirurgie am Klinikum Idar-Oberstein erhalten bleibt. Den Staatssekretär im Gesundheitsministerium "haben wir dabei auf unserer Seite", zeigte sich Noss beim SPD-Kreisparteitag in Idar-Oberstein zuversichtlich, dass die Bemühungen doch noch zum gewünschten Ergebnis führen.

Der SPD-Chef verwahrte sich gegen Aussagen der CDU-Bundestagsabgeordneten Julia Klöckner, die von "Hinterzimmer-Politik" gesprochen hatte: "Das ist maßlos überzogen und geht völlig an der Sache vorbei."

Als bedenklich empfindet Noss auch die Äußerungen von IHK-Geschäftsführer Thomas Wild, der dem weiteren Ausbau der B 41 in Richtung Rhein-Main klar den Vorzug gibt, zur Hunsrückspange: Deren Bedeutung steige durch den vierspurigen Ausbau der B 50 und den Hochmoselübergang enorm, argumentierte Noss.

"Wir müssen den Kreis Birkenfeld erhalten", ist für ihn das Hauptziel der kommunalpolitischen Anstrengungen. Dieser sei von der demografischen Entwicklung besonders betroffen: Er verliere nicht nur Einwohner - inzwischen wohnen im "BIR"-Land nur noch 87 000 Menschen -, sondern zugleich nehme auch der Anteil der älteren Bürger immer weiter zu. Die Betreuung und Pflege von Senioren werde dadurch zur Wachstumsbranche - was etwa bei Baumaßnahmen heute schon zu berücksichtigen ist.

Die Struktur des Kreises wird bei der anstehenden Verwaltungsreform nicht angetastet: "Wir müssen aber stärker als bisher kooperieren", fasste der Landtagsabgeordnete die Erwartungen des Landes zusammen. Dass es bisher noch nicht gelungen ist, auf Kreisebene einen gemeinsamen Wassergewinnungsverband einzurichten, ist für ihn "nicht mehr nachvollziehbar".

Landrat Axel Redmer bedauerte, dass von vielen eher die Probleme als die positiven Seiten des Kreises gesehen werden. Eine Negativkampagne, nämlich die Schaufensteraktion in Idar, habe im vorigen Jahr denn auch für das meiste Aufsehen außerhalb der Kreisgrenzen gesorgt. Als positive Beispiele nannte der Landrat den Zustand der Kreisstraßen, die Schullandschaft und den reaktivierten Bahnhof in Baumholder: "Wer hätte gedacht, dass es gelingen würde, die Stadt wieder zurück an die Schiene zu holen?" Einig sind sich Redmer und Noss in der Einschätzung, dass es vor allem dem Zusammenspiel mit Innenminister Karl Peter Bruch zu verdanken ist, dass die US-Army im Westrich bleibt.

Im Tourismus sind laut Landrat einige Attraktionen wie beispielsweise das Wildfreigehege bei Kempfeld und das Edelsteinmuseum in Idar, für das derzeit mit dem Land eine finanzielle Perspektive entwickelt werde, "in die Jahre gekommen". Es sei sinnvoll, solche Aushängeschilder erst zu modernisieren, bevor man dann gezielte Marketingmaßnahmen starte, betonte Redmer. (kuk)