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Nahe Zeitung, 23.03.2009

Die SPD setzt auf bekannte Namen
Bei der Kandidatenkür für die Kreistagsliste herrschte Harmonie pur

Keine Kampfkandidatur gab es bei der Aufstellung der SPD-Liste für den Kreistag am Freitagabend in der VfL-Turnhalle in Algenrodt. Die Sozialdemokraten setzen - unabhängig vom Alter - auf bekannte Namen. Ganz vorne steht der Kreisvorsitzende Hans Jürgen Noss , der mit gezielten Seitenhieben den Wahlkampf einläutete.

IDAR-OBERSTEIN. Eine "gute Mischung" von Frauen, jüngeren und älteren Kandidaten bietet die Kreistagsliste der SPD nach den Worten des Kreisvorsitzenden Hans Jürgen Noss. "Wir haben nichts angeordnet, sondern ganz demokratisch abgestimmt", konnte er sich den Vergleich zur Kandidatenkür der CDU nicht verkneifen. Dort sei die Stimmung nach der Listenaufstellung "nicht gut" gewesen, weil einige Ältere nicht mehr zum Zug kamen. "Bei uns hingegen wird niemand aussortiert, nur weil er älter ist. Wir wollen und haben Harmonie: Das ist der große Unterschied", verkündete der SPD-Chef in Algenrodt.

Er selbst erzielte gemeinsam mit Uwe Weber und Klaus Beck (jeweils 88 Ja- Stimmen) das beste Ergebnis. Beachtlich: Neuling Simone Engel, die auf Platz 24 antritt, erhielt 87 Ja-Stimmen. Bemerkenswert: Für Walter Ritter gab"s 59 Ja- und 26 Nein-, für Elisabeth Jost 61 Ja- und 23 Nein-Stimmen - das mit Abstand schlechteste Abschneiden im Feld der Kandidaten.

Noss betonte in seinem Rückblick, dass es in der laufenden Wahlperiode im Kreistag keine einzige Abstimmung gegen die SPD gegeben habe. In der finanziell desolaten Situation des Kreises "kann und darf es nur eine Politik des Miteinander geben. Es wäre töricht und unverantwortlich, aus parteipolitischem Kalkül andere auszugrenzen und gegeneinander zu arbeiten", betonte Noss.

In der Zusammenarbeit mit der CDU komme es natürlich auch mal zu Misstönen und Meinungsverschiedenheiten: "Aber das ist völlig normal." Die CDU gehe insbesondere Landrat Axel Redmer mitunter hart an: Aber es sei immer wieder gelungen, gemeinsam einen gangbaren Weg zu finden. Ausdrücklich lobte der Kreisvorsitzende den Landrat für sein Vorgehen bei der Schulentwicklungsplanung: "Das wird in keinem anderen Kreis im Land so transparent wie bei uns gehandhabt."

Mit der SPD werde es keine Geschäftsbereiche für ehrenamtliche Beigeordnete geben, machte Noss deutlich. Diese Lösung wäre laut Noss nicht nur teurer, sondern auch schlechter. Für die Fachbereiche seien schließlich der Landrat und die beiden Dezernenten in der Kreisverwaltung zuständig. Die Beigeordneten sollen "vernünftig mitarbeiten" - nicht mehr und nicht weniger, schloss Noss dieses Thema in seinem Streifzug durch die Kommunalpolitik ab (Bericht folgt). (kuk)