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Nahe Zeitung, 20.03.2009

"Spange so wichtig wie B 41"

Zu: "Hunsrückspange: Kein Fortschritt", Bericht in der Nahe-Zeitung vom 9. März 2009. IHK-Geschäftsführer Thomas Wild hatte die Streckenführung durchs Tal über Weiden und Hottenbach wieder ins Gespräch gebracht.

Die IHK oder besser ihr Geschäftsführer Herr Wild gibt dem Ausbau der B 41 gegenüber der Hunsrückspange nach wie vor absolute Priorität und macht auch deutlich, dass der weitere Ausbau der B 41 von Idar-Oberstein Richtung Mainz eindeutig Priorität gegenüber dem Autobahnanschluss zur A 62 hat. In mehreren Resolutionen, zuletzt am 16. Juni 2008, hat der Kreistag deutlich gemacht, dass er den weiteren Ausbau der B 41 wie auch der Hunsrückspange als gleichermaßen notwendig erachtet.

Die Einlassungen von Herrn Wild, der für die FDP Mitglied des Kreistags ist, die vorgesehene Streckenführung der Hunsrückspange zu ändern, würde weitere jahrelange Bauverzögerungen nach sich ziehen, die unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die B 50 bis 2011 vierspurig ausgebaut sein wird und dass bis 2016 die ersten Autos über den Hochmoselübergang fahren sollen, dazu führen würde, dass der Landkreis Birkenfeld abseits dieser neuen wichtigen Verkehrsachse Benelux-Hahn-Rhein/Main Gebiet liegen würde. Über die Wichtigkeit, den Landkreis und Idar-Oberstein besser an den Hahn anzuschließen, ist schon oft genug geredet worden und sollte auch der IHK und Herrn Wild bekannt sein. Jetzt zu schreiben, dass die Hunsrückspange weniger wichtig sei als die B 41, kann die SPD-Kreistagsfraktion nicht nachvollziehen.

Die B 41 wurde in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut. Von der A 61 bis nach Sobernheim mit Ausnahme der Ortsumgehung Waldböckelheim bis Steinhardt, ist der vierspurige Ausbau bereits Wirklichkeit.

Der weitere Ausbau bis Idar-Oberstein ist ebenfalls auf einem guten Weg. Auch der Kreistag hat in seiner Resolution den vierspurigen Ausbau der B 41 überall dort gefordert wo dies ökologisch, topografisch und finanziell vertretbar ist. Gleichzeitig soll die Planung zwischen Idar-Oberstein und Birkenfeld zur A 62 beschleunigt werden um das Wirtschaftszentrum des Kreises besser an das Autobahnnetz anzuschließen. Die SPD wird diesen Kurs nicht mitmachen. Sie wird "Linie halten" und die B 41 in ihrem Ausbau nach Osten und Westen gleichbedeutend mit der Schaffung der Hunsrückspange sehen.

Wenn Herr Wild jetzt schreibt, dass diese Anbindung nicht so wichtig sei, so stellen er und die IHK sich ganz klar in Widerspruch zur Kreistagsresolution, der übrigens auch die FDP-Kreistagsmitglieder zugestimmt haben, und der Förderung der Stadt Idar-Oberstein und der Unternehmen aus der Stadt.

Hans Jürgen Noss,

SPD-Fraktionsvorsitzender