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Nahe Zeitung, 19.02.2009

600 Arbeitskräfte aus dem Kreis am Hahn

Landtagsabgeordneter und Sozialdemokraten aus der VG Rhaunen besuchten den Flughafen

HAHN. Unmittelbar nach der Entscheidung von Ryanair, den Flughafen Hahn weiterhin als Drehkreuz zu nutzen, besuchte der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss gemeinsam mit SPD-Kommunalpolitikern aus der Verbandsgemeinde Rhaunen den Flughafen, wo sie sich mit Jörg Schumacher, dem Geschäftsführer der Flughafen Frankfurt Hahn GmbH zu einem Informationsgespräch trafen.

Erleichtert nahm Jörg Schumacher die Entwicklung auf dem Hahn zu Kenntnis. "Uns allen ist eine Zentnerlast vom Herzen gefallen. Insbesondere die Beschäftigten, die auf dem Hahn arbeiten, sind erleichtert. Sie wissen, dass es weitergeht", so seine Feststellung. Noss merkte an, dass es nicht selbstverständlich sei, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit Bussen nach Mainz kommen, um sich - wie in diesem Fall bei Ministerpräsident Kurt Beck und Wirtschaftsminister Hendrik Hering - für das Engagement und die getroffenen Entscheidungen der Landesregierung zu bedanken.

Herbert Wichter und Arnold Scherer betonten, welch große Bedeutung der Hahn-Airport mittlerweile für die Entwicklung der gesamten Region habe. "Wenn Ryanair seine Flugzeuge abgezogen hätte, wären bei uns die Lichter ausgegangen."

Manfred Klingel, der Ortsbürgermeister von Rhaunen, sieht das genauso: "Es ging schließlich um rund 8000 Beschäftigte, darunter ungefähr 600 aus dem Landkreis Birkenfeld, deren Arbeitsplätze dann zum großen Teil in Gefahr geraten wären".

Jörg Schumacher begrüßte es, dass nach dem Erwerb der Fraport-Anteile durch das Land Rheinland-Pfalz die wichtigen Entscheidungen nicht mehr in Frankfurt, sondern in Mainz oder auf dem Hunsrück getroffen werden. Wie er weiter feststellte, gelte es nun, auch das Umfeld des Flughafens zu attraktiveren und einer wirtschaftlichen Verwendung, z.B. in Form von Geschäften und Freizeiteinrichtungen, zuzuführen.

Ziel der Landesregierung ist es, wie der Landtagsabgeordnete Noss berichtete, den Flughafen Hahn und die Region weiter zu entwickeln und die Arbeitsplätze zu erhalten, wobei auch angestrebt wird, mittelfristig ein ausgeglichenes Betriebsergebnis zu erzielen. Die Aussage von Fraport-Chef Wilhelm Bender, sich auch in Zukunft auf dem Hahn engagieren zu wollen, wurde von Noss positiv bewertet.

Rudi Röper und Rudolf Kronz wiesen auf die erhebliche Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in der Region hin. Durch den vierspurigen Ausbau der B 50 und den Hochmoselübergang, werde nach ihrer Meinung der Hahn und sein Umfeld an die deutschen und auch europäischen Zentren angeschlossen, was auch ganz neue Chancen und Entwicklungspotenziale für den gesamten Raum mit sich bringen dürfte. Übereinstimmend wurde nochmals verdeutlicht, dass es dringend an der Zeit sei, die Hunsrückspange verkehrsgerecht auszubauen, um den Landkreis Birkenfeld und das südliche Rheinland-Pfalz besser als bisher an den Hahn anzubinden.