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Nahe Zeitung, 06.05.2009

Krankenhäuser sollen noch mehr kooperieren

Weitere Entwicklung des Klinikums Idar-Oberstein besprochen: Mehr Einzelzimmer notwendig

IDAR-OBERSTEIN. Zu Gesprächen über die aktuelle Situation des Klinikums Idar-Oberstein und dessen weitere Entwicklung trafen sich Landrat Axel Redmer, Oberbürgermeister Bruno Zimmer und der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss mit Verwaltungsdirektor Christoph Bendick und Vertretern des Betriebsrates.

Dabei war man sich darüber einig, dass die besondere Bedeutung des Klinikums in der regionalen Krankenhauslandschaft nicht nur eine Stabilisierung und Stärkung des gegenwärtigen Leistungsangebots erforderlich macht, sondern darüber hinaus nach wie vor ein abgestimmtes Verhalten mit benachbarten Krankenhauseinrichtungen erfordere, damit öffentliche Mittel, die in die Klinikstruktur investiert werden, so zielgenau wie irgend möglich verwendet werden könnten. Dies sei wegen der allgemeinen Entwicklung im Krankenhausbereich unerlässlich.

Ein richtiger Schritt sei, dass das Klinikum vom Land beim Konjunkturpaket II berücksichtigt worden sei, aber auch darüber hinaus gebe es weiteren Handlungsbedarf. Wichtig sei hierbei, dass die zuständigen Gremien sowie die Gesellschafter des Klinikums dem Land passende Investitionsvorhaben darstellen könnten, durch die sich zeitnah auch inzwischen aufgetretene Engpässe abarbeiten ließen. Dazu gehöre insbesondere die Fortentwicklung der Zimmerstruktur im Klinikum, die eine Reduzierung von Dreibettzimmern und die Schaffung zusätzlicher Einzelzimmer erforderlich mache. Dazu gehörten aber auch Kapazitätsausweitungen im Operationsbereich.

Landrat und Abgeordneter berichteten über ihr Gespräch mit Gesundheitsstaatssekretär Christoph Habermann in Mainz, bei dem man sich auf klare Verfahrensregeln, die eine Entscheidung über das neurochirurgische Angebot in Idar-Oberstein ermöglichen sollen, geeinigt habe. Vor dem Hintergrund der vor Jahren auf Landesebene durchgesetzten Entscheidung über die KMT-Klinik sei es nachvollziehbar, wenn man sich innerhalb der beteiligten Verwaltungen und des Krankenhausträgers an klare und überprüfbare Entscheidungswege halte und keinen Wahlkampf auf Kosten des Klinikums und seiner Patienten betreibe.

Vor allem auch die Vertreter des Betriebsrats betonten, wie wichtig es ihnen sei, dass durch eine sachliche und seriöse Vorgehensweise zur Stärkung des Klinikums beigetragen werde. Nur so könnten auf Dauer die Arbeitsplätze gefestigt werden.