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23.12.2009 52/09

Datenschutzbeauftragter informierte

"Durch jeden neuen Datenmissbrauch kommt der Datenschutz stärker ins Bewusstsein der Menschen" , so die Eingangsbemerkung von Edgar Wagner, dem Datenschutzbeauftragten für den Datenschutz in Rheinland-Pfalz, der auf Einladung des Landtagsabgeordneten Hans Jürgen Noss eine Informationsveranstaltung rund um den Datenschutz in Idar-Oberstein durchführte.

Vor rund 40 Besuchern in der "Brasserie am Schleiferplatz" stellte der Datenschutzbeauftragte zunächst seine Behörde vor, die mit 15 Mitarbeitern besetzt ist und angesichts der vielen, ständig sich erweiternden Probleme beim Datenschutz zwischenzeitlich kaum noch in der Lage ist, ihre Aufgabe zu erfüllen.

Er selbst, so Wagner, ist für die Einhaltung des Datenschutzes bei Behörden wie auch seit etwa einem Jahr für die Privatwirtschaft zuständig. Während es im staatlichen Bereich weniger Probleme gibt, sei dies im privatwirtschaftlichen Bereich leider völlig anders. Der Datenskandal bei einem namhaften Discounter, wo die Mitarbeiter bespitzelt wurden und weitere ähnliche Fälle sorgten in der letzten Zeit für Schlagzeilen.

Was immer mehr Sorgen bereitet, sind die verschiedenen sozialen Internetnetzwerke wie z.B. Schüler VZ, WKW oder auch Facebook, wo die oft jugendlichen Nutzer eine Vielzahl von persönlichen Informationen ins Netz stellen würden, die es Dritten ermöglichen könnten ein Persönlichkeitsprofil zu erstellen, was häufig, z.B. bei Stellenbewerbungen und Ähnlichem, durchaus negativ wirken könnte.

Wagner bezeichnete es als äußerst wichtig, dass Medienunterricht, wie man sich dort aufstellt, unbedingt als Bildungsaufgabe für Jugendliche gesehen werden müsste. Wie Landrat Axel Redmer ergänzte, haben viele Internetnutzer das Gefühl, sich ganz privat in ihrer Internetgruppe zu bewegen, verkennen dabei allerdings, dass alles was sich dort abspielt öffentlich ist und auch bleibt.

Auch der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss, der Mitglied der Datenschutzkommission des Landes ist, betonte, dass Datenschutz als echte Bildungsaufgabe verstanden werden müsste.

Google-Street-View, Videoüberwachung auf Plätzen und Straßen, aber auch in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Schulen und sonstigen Gebäuden waren weitere Themen, die der Datenschutzbeauftragte ansprach.

Die von Axel Redmer moderierte anschließende Diskussion, bei der die zahlreichen Fragen der Besucher deutlich machte, dass diese für den Datenschutz sensibilisiert wurden und ihre persönlichen Daten wohl nicht mehr so leichtfertig preisgeben werden wie bisher.

Noss und Redmer bedankten sich abschließend beim Landesbeauftragten für seine Bereitschaft Informationen zum Datenschutz aus erster Hand zu geben.