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Nahe Zeitung, 27.06.2008

Auf der Prioritätenliste der Bevölkerung stehen der Spielplatz und der Jugendtreff ganz oben - Fassade des Gemeinschaftshauses wird noch in diesem Jahr saniert

Hoher Zuschuss für Leisel

Land fördert die Dorferneuerung mit 65 Prozent - Staatssekretär Lewentz überbrachte den Bescheid

Jetzt kann die Gemeinde Leisel mit der Dorferneuerung loslegen: Nachdem sie die inhaltlichen Weichen schon weitgehend gestellt hatte, bewilligte ihr das Land nun die Mittel.

LEISEL. Einen Zuschussbescheid über 307 000 Euro übergab Innen-Staatssekretär Roger Lewentz dem Ortsbürgermeister von Leisel, Klaus Bohrer: Mit 65 Prozent unterstützt das Land die geplanten Maßnahmen der Dorferneuerung, die ein Gesamtvolumen von 472 500 Euro haben.

"Das ist die Höchstförderung", erklärte der SPD-Politiker, der den Einsatz seines Parteifreunds und Landtagsabgeordneten Hans Jürgen Noss für die 600-Seelen-Gemeinde hervorhob. In vier Raten fließen die Gelder: 40 000 Euro in diesem, 50 000 im nächsten Jahr, 150 000 in 2010 und 67 000 Euro in 2001.

Priorität genießen laut Bohrer der Spielplatz, dessen Gestaltung aus der Idee des seit Langem angedachten naturnahen Erlebnisraums für Jung und Alt hervorging, sowie ein Jugendtreff. "Wir wollen an der Vereinshalle eine Grillhütte mit einem offenen Kamin, Sitzgelegenheiten und einer Tischtennisplatte errichten", informiert der Ortschef, der bei einem Gespräch mit fast 20 Heranwachsenden deren Vorstellungen auslotete.

Details legt der Gemeinderat in den nächsten Tagen zusammen mit den interessierten Einwohnern und dem Ingenieurbüro Retzler fest, dessen Konzept der Staatssekretär ausdrücklich lobte. Außerdem imponierte ihm, wie sich die Bürger mit Anregungen einbrachten. Im Ort spüre er eine ausgesprochen gute Stimmung. "Die Bevölkerung ist mit Herzblut dabei, sodass auf der privaten wie auf der öffentlichen Ebene Akzente gesetzt werden", bestätigte Landrat Axel Redmer.

Während MdL Noss auf die Chancen hinwies, die die reichlich vorhandene historische Bausubstanz bietet, ging VG-Bürgermeister Manfred Dreier auf die "gesunde Wirtschaftsstruktur mit mehr als 40 kleinen und mittleren Betrieben" ein. Bei den Projekten der Dorferneuerung spielt der Leiselbach eine wichtige Rolle, denn Wasser übt bekanntlich vor allem auf die Kinder eine hohe Anziehungskraft aus.

Ferner steht in diesem Jahr die Außensanierung des auch zwei Wohnungen umfassenden neueren Teils des Gemeinschaftshauses an, wo die eindringende Feuchtigkeit zusehends Schäden verursacht. "Wir schlagen die Wetterseite mit Schiefer zu", kündigt "OB" Bohrer mit Blick auf den Giebel an: "Darüber hinaus benötigen für die Front und die Rückwand einen neuen Putz mitsamt Isolierung, um auch die Heizkosten zu sanieren." Hingegen bleibt die Backsteinfassade des Altbaus unangetastet. Zu den Kosten von 37 500 Euro steuert das Land 5000 Euro aus dem Investitionsstock bei - beantragt waren 12 000 Euro.

Mit jeweils 12 500 Euro beteiligt sich Leisel 2008 und 2009 an der Aufwertung des Freizeitheims des evangelischen Kirchenkreises in Heiligenbösch zum "Interpretationszentrum". Konnte sie eine Darlehensaufnahme bislang trotz des Gehwegebaus an den Ortsdurchfahrten der L 173 und der L 175 vermeiden, benötigt die Gemeinde voraussichtlich einen Kredit von 90 000 Euro, um den aktuellen Haushalt auszugleichen. Eine verlässliche Einnahmequelle bleibt der Gemeindewald, der einen Überschuss von 10 950 Euro liefern soll. (ks)