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Nahe Zeitung, 19.07.2008

Minister besuchte Druglats
Atelier der Oberwörresbacher Schmuckdesignerfamilie war Ziel der Sommerreise von Hendrik Hering

Wirtschaftsminister Hendrik Hering machte während seiner Sommerreise durch Rheinland-Pfalz auch in Oberwörresbach Station.

OBERWÖRRESBACH. Hoher Besuch und viel Polit-Prominenz im Hause Druglat in Oberwörresbach: Am dritten Tag seiner traditionellen Sommerreise durch die rheinland-pfälzischen Lande machte Wirtschafts- und Verkehrsminister Hendrik Hering bei der Schmuckgestalterfamilie Susanne Albers-Druglat und Hans-Jürgen Druglat Station.

"Ich möchte auf die Vielfalt unseres Landes aufmerksam machen und für Rheinland-Pfalz werben, auch bei den Rheinland-Pfälzern selbst", sagte der Minister, der sich, nachdem er bereits den Mountainbike-Park Pfälzerwald in Merzalben besucht hatte, mehr als eine Stunde Zeit nahm, um sich Steine und Schmuckstücke zeigen zu lassen und sich im Atelier und der Werkstatt der beiden Designer über den Werdegang edlen Schmucks zu informieren.

Anwesend waren bei dem Besuchstermin unter anderem der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss, Landrat Axel Redmer, als Mitglied des Idar-Obersteiner Stadtrats Sonja Redmer, der Herrsteiner Verbandsgemeindebürgermeister Uwe Weber, Ortsbürgermeisterin Heidi Juchum, die Leiterin der Naheland-Touristik Ute Patt und die Edelsteinkönigin Carina Leyser.

Nicht von ungefähr war Hans-Jürgen Druglat für den ministeriellen Besuch ausgewählt worden: Der renommierte Achatschleifermeister, der gemeinsam mit Ehefrau Susanne, Goldschmiedin und Designerin, den Betrieb führt, hat seit 1987 zweimal den zweiten und dreimal den ersten Platz beim Deutschen Schmuck- und Edelsteinpreis Idar-Oberstein belegt und war beim Wettbewerb "Mineral Art" 2007 Zweiter geworden.

Beeindruckt zeigte sich der Minister von den prachtvollen Stücken, die Hans-Jürgen Druglat eigens für ihn aus dem Tresor holte. "Mir kommt es darauf an, bei der Bearbeitung des Rohsteins auf dessen Eigenheiten einzugehen und im jeweiligen Schmuckstück die Individualität des Ausgangsmaterials herauszustellen", erklärte Druglat. Die Geschichte des regionalen Schleiferhandwerks, die Vorteile der hiesigen Standortkompetenz, die globale Vermarktung der Objekte, Zeitaufwand, Werkzeuge und Arbeitstechniken waren weitere Themen, über die Susanne und Hans-Jürgen Druglat den Gast informierten.

Aus einer Reihe "unansehnlicher Kartoffeln", Geoden aus Brasilien, durften sich dann die Gäste eine aussuchen, die - zum Staunen des Besuchers - von Hans-Jürgen Druglat mit der Diamant-Trennscheibe in Sekundenschnelle zerschnitten wurde und ihren farbigen, kristallisierten Inhalt freilegte. "Wie ein Überraschungs-Ei", schmunzelte Druglat, "man weiß vorher nie, was drin steckt".

Auch von der Edelsteinkönigin bekam Minister Hering ein Souvenir: eine ansehnliche Achatplatte. Und Ortsbürgermeisterin Heidi Juchum überreichte dem Gast eine Flasche echten Oberwörresbacher Brombeerschnaps. "Das war heute ein kleiner Edelsteinkurs", sagte Hans-Jürgen Druglat bei der Verabschiedung, bevor sich die Mainzer Fahrzeugkolonne zur dritten Tagesstation nach Guldental in Bewegung setzte. Er scherzte: "Beim nächsten Mal geht"s dann ans Schleifen!" (ed)