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Nahe Zeitung, 06.10.2008

Noss: Ganztagsangebot für alle drei Gymnasien

SPD-Fraktionschef im Kreistag spricht sich für eine zeitnahe Umwandlung aus - Mehr als nur das Bereitstellen einer Mensa

KREIS BIRKENFELD. In der Diskussion um das Ganztagsangebot an den Gymnasien meldet sich nun auch der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Hans Jürgen Noss, zu Wort. "Der CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzende Helmut Billert wusste, wie er selbst einräumte, genau, dass dem Landrat von bestimmter politischer Seite der völlig haltlose Vorwurf gemacht wird, er bevorzuge bei Ganztagsschulangebot und Sanierung das Göttenbach-Gymnasium, weil seine beiden Kinder diese Schule besuchen", betont Noss.

Vor diesem Hintergrund sei es absolut unverständlich gewesen, dass Billert den Landrat öffentlich aufgefordert habe, er solle bei der Diskussion um Ganztagsgymnasien den Eindruck vermeiden, dass persönliche Interessen eine Rolle spielen könnten. Wenn Billert jetzt einen "Rückzieher" mache, nachdem der Landrat sich zu Recht gewehrt habe, sollte der CDU-Fraktionsvorsitzende zur Sachdiskussion zurückfinden und nicht neue Irritationen bei der Ganztagsschuldiskussion hervorrufen.

Der Landrat habe im vergangenen Jahr in den Gremien des Kreises über alle Parteigrenzen hinweg einstimmige Voten für ein Ganztagsangebot am Heinzenwies-Gymnasium herbeigeführt. Schulträgerausschuss und Kreistag hätten die Verwaltung aber auch ausdrücklich aufgefordert, eine kostengünstige Lösung für die Einführung des Ganztagsunterrichts am Heinzenwies-Gymnasium zu suchen, wie dies auch bei den beiden anderen Gymnasien im Kreis selbstverständlich sei. Genau daran habe sich die Verwaltung gehalten. Das Heinzenwies-Gymnasium sei dagegen einen anderen Weg gegangen und habe ungeachtet seiner Raumkapazitäten im laufenden Schuljahr mehr Schülerinnen und Schüler aufgenommen, als eigentlich vorgesehen gewesen sei. Wahrscheinlich sei der Schule deshalb von der Trierer Aufsichtsdirektion (ADD) signalisiert worden, sie solle ihr Ganztagsprojekt derzeit nicht weiterverfolgen. Wenn dem so sei, dürfe man den schwarzen Peter dafür aber nicht der Kreisverwaltung zuschieben.

"Generell sollten alle drei Gymnasien im Kreis Ganztagsangebote schaffen", fordert Noss und betont, dass er sich auch in diesem Punkt mit dem Landrat und wie er nach der letzten Ältestenratssitzung vermutet habe, auch mit den übrigen Fraktionen im Kreistag einig gewesen sei. Es mache keinen Sinn, wenn bestimmte Gruppen versuchten, die Schulen gegeneinander auszuspielen, anstatt der vereinbarten einvernehmlichen Linie zu folgen, wonach für alle drei Gymnasien im Kreis möglichst zeitnah ein Ganztagsangebot realisiert werden soll, so Noss. Wieso die CDU behaupte, der Landrat habe wegen der Mensa-Frage eine Ganztagsbetreuung am Heinzenwies-Gymnasium in Frage gestellt, ist nach Ansicht des SPD-Fraktionschefs nicht nachvollziehbar.

Die räumlichen Voraussetzungen für eine Ganztagsschule gehen über die bloße Bereitstellung einer Mensa weit hinaus. Das Gymnasium Birkenfeld verfüge beispielsweise seit Jahren über eine selbst geschaffene Caféteria, die Mensaqualität habe. Trotzdem benötige auch dieses Gymnasium noch etliche weitere Räume, um Ganztagsschule werden zu können.

"Seit Beginn seiner Amtszeit ist der Landrat die treibende Kraft bei der Schaffung von Ganztagsangeboten in unseren Gymnasien und den Kindertagesstätten in unserem Kreis. Davon profitieren nicht nur unsere Schulen, sondern auch die Kindertagesstätten. Auch die steigende Zahl von Tagesmüttern und -vätern geht auf die Initiative des Landrats zurück", unterstreicht der Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktionund sichert für diesen Weg ausdrücklich die weitere Unterstützung seiner Fraktion zu.