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Nahe Zeitung, 02.01.2008

Zuversicht in Baumholder wächst
Innenminister Bruch zeigt sich gegenüber Bürgermeistern vom dauerhaften Erhalt des US-Militärstandorts fest überzeugt

Informationen aus erster Hand zur Zukunft der US-Garnison Baumholder erhielten die Bürgermeister der Stadt und der Verbandsgemeinde Baumholder von Innenminister Bruch, der im Dezember wieder Gespräche in Washington führte.

BAUMHOLDER/MAINZ. Bei "fast 100 Prozent" liegen Innenminister Karl Peter Bruch zufolge die Chancen, dass die US-Regierung in etwa sechs Wochen endgültig die Weichen für einen dauerhaften Erhalt der Militärbasis Baumholder stellt. Damit verbunden wäre wiederum die Stationierung von Einheiten in Brigadestärke nach dem Abzug der Truppenteile der 1. Panzerdivision, die voraussichtlich ab 2013 den Westrich planmäßig verlassen würden.

Diese erfreuliche Botschaft brachten Stadtbürgermeister Peter Lang, VG-Bürgermeister Volkmar Pees und der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss von einem Besuch im Innenministerium in Mainz mit. "Schon sehr zuversichtlich blicken wir der Zukunft von Baumholder und der Frage des langfristigen Erhalts des US-Militärstandorts Baumholder auch über 2013 hinaus entgegen", bekundeten die drei SPD-Politiker nach ihrer Rückkehr aus der Landeshauptstadt.

Als "sehr informativ" bezeichnete das Trio die Unterredung, bei der der Minister die Inhalte seiner jüngsten Visite in Washington und die Verlautbarungen der gemeinsamen Pressekonferenz von Ministerpräsident Kurt Beck und dem Oberbefehlshaber der US-Army in Europa, dem 4-Sterne-General David D. McKiernan, erläuterte.

Zur Stärkung des Standorts im Westrich trage sowohl das Interesse der Amerikaner an dem "Housing-Programm" des Landes Rheinland-Pfalz mit 300 Wohneinheiten als auch die Verbesserung der infrastrukturellen Anbindung von Baumholder an die US-Drehscheibe auf dem Fluglatz Ramstein bei. Eine intensivere Mitnutzung des Truppenübungsplatzes Baumholder durch amerikanische Einheiten müsse im Detail geklärt werden, "stärkt aber wiederum die Position des Truppenübungsplatzes selbst", betont Peter Lang. Indes hebt Volkmar Pees hervor, dass es in Baumholder bereits Anfang 1992 zu einem "fliegenden" Wechsel der US-Verbände kam, als die 8. Infanteriedivision aufgelöst wurde und an ihrer Stelle die Soldaten der 1. Panzerdivision in die Kasernen einzogen. Nach wie vor versehen mehr als 5000 GIs in Baumholder ihren Dienst.

Unisono betonen Stadtbürgermeister Lang, VG-Chef Pees und MdL Noss, dass sie sich gemeinsam mit Landrat Axel Redmer in der einzurichtenden Arbeitsgruppe aktiv beteiligen werden, um gemeinsam tragfähige Lösungen zu einem dauerhaften Engagement der US-Army in der Region zu erarbeiten.

Einig waren sich Noss, Pees und Lang mit Innenminister Bruch, dass die langjährigen Bemühungen des Bundes, aber besonders des Landes Rheinland-Pfalz dazu beitrugen, den US-Stützpunkt erhalten zu können. Auch das freundschaftliche und partnerschaftlichen Miteinander vor Ort in Baumholder über zwei Generationen hinweg habe Anteil daran, dass die Amerikaner ihre Pläne nun änderten. "Diese gute Nachricht war für uns wie ein Weihnachtsgeschenk", bilanziert Peter Lang.

Am Ende des Gesprächs gab Bruch seine Zusage, beim Neujahrsempfang der SPD-Gemeindeverbände Baumholder und Birkenfeld am 17. Januar ab 17 Uhr in der Heimbacher Besenbinderhalle allen Interessierten Rede und Antwort zu stehen. (ks)