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Nahe Zeitung, 31.10.2007

Lang genießt volle Unterstützung

Der Stadtbürgermeister von Baumholder tritt für die SPD bei der Urwahl des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde an

Keine Spannung barg die Nominierung des SPD-Kandidaten für die am 9. März 2008 geplante Direktwahl des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Baumholder. Interessant war aber die Frage, ob die Partei geschlossen hinter ihrem Bewerber stehen würde.

VG BAUMHOLDER. Jetzt ist es offiziell: Peter Lang ist der SPD-Kandidat für die Urwahl des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Baumholder und soll damit Nachfolger von Volkmar Pees werden. Alle 21 stimmberechtigten Delegierten votierten für den 47-jährigen Oberstleutnant.

Der Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Noss sprach in seinem Grußwort davon, dass "das Ende einer Ära" eingeläutet werde, da man mit dem Namen Volkmar Pees unweigerlich das Amt des Bürgermeisters in Verbindung bringe. Pees selbst gestand auf der Delegiertenkonferenz in Reichenbach freimütig: "Es fällt mir nicht leicht, das Amt des Bürgermeisters aufzugeben und die Bühne zu verlassen."

Kein kompletter Rückzug

Doch ganz möchte sich der seit 1980 amtierende Verwaltungschef nicht von der politischen Bühne verabschieden: "In Politik und karitativen Einrichtungen werde ich euch erhalten bleiben und den kleinen Mann vertreten", versprach der 64-Jährige.

Als potenzieller Nachfolger hat sich Lang nach eigenen Worten im Vorfeld die Frage gestellt, ob er als Kandidat für den Bürger wählbar sei. Der in Baumholder Geborene und in Mettweiler Aufgewachsene beschreibt sein Wesen selbst als verantwortungsbewusst, solide, bodenständig und teamfähig. In seiner bisherigen Karriere bei der Bundeswehr habe er insbesondere Führungsqualitäten erlernt. Zudem seien Offenheit und Unabhängigkeit Qualifikationen für das Amt des Bürgermeisters, mit denen er für eine mögliche Amtsübernahme und damit einem "Generationswechsel in der Führung der Verbandsgemeinde" punkten könne. Pees und Lang unterstrichen, dass sich an der bisherigen Politik in ihren Zielen nichts ändern werde, wenngleich auch der Stil ein anderer sein würde. Ziel des jetzigen Stadtbürgermeisters von Baumholder ist daher, "die Lebensbedingungen in der VG so mitzugestalten, dass die Bürger auch zukünftig in unserer Heimat leben können und leben wollen".

Dieses Thema griff Innen-Staatssekretär Roger Lewentz, der bei der Nominierung die Unterstützung der von der SPD gestellten Landesregierung demonstrierte, in einem kurzen Vortrag zu aktuellen Fragen mit Bezug auf das Land im Allgemeinen und auf Baumholder im Speziellen auf. Besonders eine mögliche erneute Konversion in Baumholder interessierte die Anwesenden. In der Sache gab es dabei wenig Neues zu berichten. Immerhin versicherte Lewentz, dass "das Land, wo es der Region helfen kann, auch helfen wird". Im kommenden Jahr werden von Landesseite rund 600 000 Euro an Zuschüssen in die Verbandsgemeinde fließen.

Trumpfkarte Landesfest

Im Hinblick auf die anstehende Verwaltungsreform sagte Lewentz, wichtig sei dabei, vor allem Bürgermeister als erste Ansprechpartner vor Ort und damit die Nähe zur Bevölkerung zu haben. Dass die Verbindung zwischen der Politik und der Bevölkerung in Baumholder bereits vorbildlich funktioniere, habe der Rheinland-Pfalz-Tag gezeigt. Als Projektkoordinator habe es Lang verstanden, die Bürger in Planung und Umsetzung des Landesfestes zu integrieren.

Noch nicht fest steht der Gegenkandidat für die Wahl, die voraussichtlich am 9. März 2008 stattfindet: Die CDU kürt ihren Bewerber am 9. November im Gemeinschaftshaus von Fohren-Linden. (pt)