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Nahe Zeitung, 24.11.2007

SPD setzt weiter auf Dreier
Verbandsarbeitsgemeinschaft nominiert den Amtsinhaber für die Bürgermeister-Urwahl am 9. März

Wie schon die CDU lud die SPD ins Rimsberger Dorfgemeinschaftshaus, um ihren Kandidaten für die Urwahl des Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Birkenfeld am 9. März zu küren. Erwartungsgemäß gab es nur einen Vorschlag.

VG BIRKENFELD. Manfred Dreier soll nach dem Willen der SPD-Verbandsarbeitsgemeinschaft Birkenfeld Bürgermeister bleiben: Mit 40:1 Stimmen nominierte die Delegiertenkonferenz in Rimsberg den Amtsinhaber für eine dritte Wahlperiode.

"In den 18 Jahren als Bürgermeister hat er hervorragende Arbeit geleistet", attestierte der Bundestagsabgeordnete Fritz Rudolf Körper anhand von Beispielen wie Ganztagsschulen und Wasserversorgung seinem Parteifreund, der über gewachsene Beziehungen verfüge. "Er kennt die Wege nach Mainz", pflichtete der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss bei und ergänzte: "Wie die CDU es einst in Idar-Oberstein forderte, brauchen wir einen gelernten Bürgermeister."

Als "Daseinsvorsorge für alle Einwohner" versteht Dreier die Kommunalpolitik. Nicht nachzuvollziehen vermag er, dass gerade ein Kollege öffentlich beklagte, an der Spitze einer Verbandsgemeinde könne er nichts mehr gestalten. In der Selbstverwaltung gehe es um aktive Teilhabe der Bürger an der Demokratie und soziale Gerechtigkeit. Eine Steigerung der Lebensqualität habe ihm immer am Herzen gelegen. Stolz ist der VG-Chef auf die kreisweit niedrigste Arbeitslosenquote: "Die Rahmenbedingungen dafür, dass die Unternehmen bereit sind zu investieren, haben wir geschaffen."

Einen Meilenstein beim Wandel "vom Flugzeugträger der Nato zur Wissenschaftslandschaft" bildet die Fachhochschule in Neubrücke, für die sich der Jurist als Vorsteher des Zweckverbands Umwelt-Campus "enorm engagiert", wie Noss lobte.

"Die Verbandsgemeinde Birkenfeld hat lange vor den anderen die Chancen des Kulturerbe-Konzepts erkannt", sprach der MdL die Bemühungen um den Tourismus an. Auf diesem Sektor hob Dreier auch das Radwegenetz, den Zauberwald und den Aussichtsturm bei Hattgenstein hervor. Infrastrukturmaßnahmen hätten den Ferienpark Hambachtal unterstützt, dessen Auslastung deutlich angestiegen ist. "Wir müssen den Flughafen Hahn noch stärker an unsere Region heranführen", zeigte der 50-Jährige Nachholbedarf auf.

Neben den Kernaufgaben Feuerwehren, Schulen und Kindertagesstätten gelte das Augenmerk der Verbandsgemeinde zum Beispiel einem guten Straßennetz und der Dorferneuerung, wovon die gegenwärtig neun Schwerpunktgemeinden zeugen: "Das kommt sonst nirgendwo vor." Mit Blick auf das Freibad in Birkenfeld sagte der Kandidat: "Wir investieren kontinuierlich - Sportstätten dürfen nicht aus finanziellen Gründen verwahrlosen." Dringend verbessert werden müsse die DSL-Anbindung: "Sonst werden wir von den Ballungsräumen abgehängt."

Für die Zukunft nannte Manfred Dreier die Jugendarbeit, die Konversion und die demografische Entwicklung als Herausforderungen. Seine Vision ist "eine Bürgergesellschaft in Netzwerken mit Ehrenamtsbörse und Nachbarschaftshilfe". (ks)