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Nahe Zeitung, 24.01.2007

Der Europa-Tag wurde am Heinzenwies-Gymnasium mit einem Klassenwettbewerb verknüpft: Plakate für die 27 EU-Länder wurden in der Aula ausgestellt und prämiert

27 Gedichte für ein Europa
Sozialkunde-Schüler der 12. Jahrgangsstufe organisierten Unterrichtsprojekt eigenständig


Mit einem umfänglichen, von den Schülern der beiden Sozialkunde-Leistungskurse 12 organisierten Projekt nahm das Gymnasium an der Heinzenwies am diesjährigen EuropaTag teil. Sechs attraktive Preise hatte die Schule für die Klassen bereitgestellt, die ein ihnen zuvor durch das Los zugeteiltes EU-Land am fundiertesten und interessantesten vorstellen konnten.

IDAR-OBERSTEIN. Freude bei den Klassen 7a und 11.2 des Gymnasiums an der Heinzenwies: Sie gewannen den 1. Preis beim Europa-Projekttag ihrer Schule und dürfen demnächst nach Straßburg fahren. Auch die Klassen 6b und 8c waren zufrieden. Der 2. Platz bescherte ihnen einen zusätzlichen "Wandertag". Die Drittplatzierten, die Klassen 6a und 11.4, erwartet demnächst ein unterhaltsamer "Videovormittag".
Nicht leicht hatte es die Jury, die die 27 EU-Plakate, die von den Klassen und Kursen am Montagvormittag angefertigt worden waren, zu beurteilen hatte. Schulleiter Werner Lehnen, Schulelternsprecherin Doris Tatsch-Schmieden, MdL Hans Jürgen Noss als Mitglied des Europa-Ausschusses des rheinland-pfälzischen Landtags, Annelie Dreher, ehemalige Schülerin des Heinzenwies-Gymnasiums und seit 15 Jahren Übersetzerin bei der EU-Kommission in Luxemburg, und Schülersprecher Travis Penner - sie waren die fünf Juroren, die nach den Kriterien "Erster Eindruck, Inhalt, äußere Form, Übersichtlichkeit und Kreativität" die in der Schul-Aula präsentierten Plakate "benoteten".
Die Schüler und Schülerinnen der beiden Sozialkunde-Leistungskurse 12 unter Leitung ihrer Lehrerinnen Margret Holzer-Zohdi und Gabriele Mertini-Stein, die in vierwöchiger Vorbereitungsarbeit die Aufgaben und den Ablauf des Europa-Wettbewerbs konzipierten, hatten sich allerlei einfallen lassen, um ihren Mitschülern die Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft näher zu bringen. Differenziert nach Klassenstufen waren die Fragen eines "Europa-Quiz" zu beantworten und geografische, kulturelle und wirtschaftliche Daten zu dem durch das Los zugeteilten EU-Land herauszufinden.
Rechenaufgaben waren zu bearbeiten, fremdsprachlich formulierte Aufgaben mussten beantwortet werden, begründete Stellungnahmen wurden gefordert: "Was verbindet ihr mit eurem Land? Würdet ihr gerne in diesem Land leben?" Selbst die Dichtkunst war gefragt: "Schreibe ein sich reimendes Europa-Gedicht, in dem die Begriffe 'Vielfalt', 'Einheit', 'Menschen', 'Zusammengehörigkeit' und 'Kontinent' vorkommen!"
Alle Teilergebnisse mussten auf einem Plakat übersichtlich und optisch ansprechend dargestellt werden - eine Herausforderung an die Kreativität jeder Klasse. Da gab's - neben Flagge, Landkarte, Texten und Bildern - eine Schrift aus Nudeln für Italien beispielsweise, Holzpantoffeln für die Niederlande, eine echte ungarische Salami, den aktuellen Wetterbericht für Lettland, eine Flasche Malteseraquavit mit einladenden Gläsern, Feststellungen wie "In Estland ist alles halb so teuer", aber auch wackere Dichtversuche wie der von der Klasse 6c: "Menschen gibt es viele im Land, doch eine Vielfalt ist an Hartz IV gebannt. Wir haben viele Einheiten, dabei achten wir auf Feinheiten..." (ed)

Schulleiter Werner Lehnen, Landtagsabgeordneter Hans Jürgen Noss und EU-Übersetzerin Annelie Dreher (rechts) gehörten der Wettbewerbs-Jury an. Margret Holzer-Zhodi (links) und Gabriele Mertini-Stein hatten mit ihren Sozialkunde-Leistungskursen den "Europa-Projekttag" vorbereitet.