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Nahe Zeitung, 07.08.2007

Die Modernisierung ist gesichert

Minister Bruch überreichte bei seinem Besuch im Freizeitheim Heiligenbösch einen Bewilligungsbescheid über 300 000 Euro

Nicht nur informieren und bewirten ließ sich der rheinland-pfälzische Innenminister bei seinem Besuch in Birkenfeld und Heiligenbösch: Über ein schlichtes Schriftstück mit seiner Unterschrift freuten sich seine Gastgeber besonders.

LEISEL. Mit der Bewilligung eines Landeszuschusses von 300 000 Euro überraschte Innenminister Karl Peter Bruch alle Anwesenden, als er gestern Nachmittag das Freizeitheim des evangelischen Kirchenkreises Birkenfeld in Heiligenbösch besuchte. Zuvor hatte er das sanierte Museum in Birkenfeld besichtigt.

Als neunte Stufe des Regionalerbe-Konzept der Verbandsgemeinde Birkenfeld, die als Bauherr auftritt, wird das dringend renovierungsbedürftige Jugendheim zu einem Interpretationszentrum aufgewertet, einer Außenstelle des zentralen Anlaufpunkts Museum Birkenfeld. Als "hervorragend" pries der Minister das ihm vorgestellte Konzept, das Investitionen von insgesamt 620 000 Euro umfasst.

Tränen in den Augen

Zu den mit 375 000 Euro kalkulierten Kosten des ersten Abschnitts steuert das Land 80 Prozent bei. Somit ist die Finanzierung des Vorhabens gesichert. Bereits in diesem Jahr fließt die erste Rate von 138 000 Euro; die weiteren Zuwendungen folgen zwischen 2008 und 2010. Die Freude über die großzügige Unterstützung aus Mainz war den Vorstandsmitgliedern des 1999 gegründeten Fördervereins deutlich anzumerken. Sogar Tränen standen Martin Schupp in den Augen.

Dass die fünf 1968/69 errichteten Hütten unübersehbar in die Jahre gekommen sind und über keine sanitären Anlagen verfügen, wirkt sich negativ auf die Auslastung aus. "Oft bleiben viele der 47 Betten frei", bedauert Vorsitzender Rainer Bock, der vor allem mit Erlebnispädagogik neue Zielgruppen ansprechen will. Wie Architekt Günter Retzler darlegte, werden die Unterkünfte durch Neubauten mit Duschen und Toiletten ersetzt. An das Seminargebäude wird ein römisches Spielehaus angebaut. Darüber hinaus sind ein Aquädukt, also eine römische Wasserleitung, und ein römischer Backofen geplant. Auf einem Multifunktionsplatz könnten auch Zelthochzeiten mit Trauung in der benachbarten Kirche gefeiert werden, unter der sich das Fundament einer römischen Villa befindet.

Hütten für Wanderer

Später sind zwei weitere Häuser für Wanderer, die den keltisch-römischen Sirona-Weg erkunden, und ein Kommunikationszentrum geplant. Neben Senioren könnten sozial schwächere Familien eine preisgünstige Übernachtung in Heiligenbösch buchen, meinte Manfred Dreier, der Bürgermeister der VG Birkenfeld. "Wir wollen den Fremdenverkehr in unserer Region zu einem Wirtschaftsfaktor machen", sprach der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss die Motive hinter dieser Facette des Regionalerbe-Konzepts an. (ks)

Innenminister Karl Peter Bruch (2. von links) erfreute (von links) Fördervereinschef Rainer Bock, Bürgermeister Manfred Dreier und den Abgeordneten Hans Jürgen Noss mit einem Bewilligungsbescheid über 300 000 Euro für Heiligenbösch. Foto: Gerhard Ding