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Nahe Zeitung, 28.12.2006

Noss verteidigt Mandat für SPD

Bei der Landtagswahl profitiert der amtierende Abgeordnete vom Rückenwind aus Mainz - Achtungserfolg für München

Setzt sich der amtierende Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss gegen den Newcomer Wolfgang München durch? So lautet die Konstellation bei der Wahl am 26. März.

KREIS BIRKENFELD. Bei der Landtagswahl am 26. März 2006 verteidigt Hans Jürgen Noss mit 47,1 Prozent für die SPD das Direktmandat im Kreis Birkenfeld. Drei Jahre zuvor rückte der gebürtige Saarländer für den zum Landrat gewählten Axel Redmer, der den Wahlkreis dreimal in Folge gewonnen hatte, ins Mainzer Parlament nach.
Zwar erhält Noss 999 Stimmen respektive zwei Prozentpunkte weniger als seine Partei, aber satte 10,4 Punkte mehr als sein Herausforderer. Dieser kann mit seinem persönlichen Abschneiden vollauf zufrieden sein: Wolfgang München, der erst mit der Kommunalwahl 2004 die politische Bühne betrat, erzielt 36,7 Prozent und damit 7,2 Punkte mehr als die CDU. Sein Erststimmenüberhang ist überdurchschnittlich - wie auch Noss´ Einbußen geringer sind als die der SPD-Bewerber im Landesschnitt. Diese Resultate spiegeln die enorme persönliche Popularität von Ministerpräsident Kurt Beck wider, der für die SPD die erste absolute Landtagsmehrheit seit Bestehen von Rheinland-Pfalz einfährt und fortan ohne die FDP regieren kann.

FDP verliert Stimmen

Während die Liberalen auf Landesebene leicht zulegen können, haben sie an der oberen Nahe empfindliche Verluste zu beklagen. Dies hängt mit mit der Person ihres Kandidaten zusammen: Der 23- jährige Kai-Uwe Meding, Student am Umwelt-Campus, muss sich mit 6,6 Prozent begnügen, während seine Partei 8,9 erreicht.
Dagegen kann seine Nachbarin im Birkenfelder Wagnersweg, die für die WASG angetretene Tanja Krauth, die Früchte für einen engagierten Wahlkampf ernten: Mit 4,6 Prozent sattelt sie immerhin einen halben Punkt auf das Kreisergebnis der neuen politischen Kraft, die im Kreis Birkenfeld eine ihre Hochburgen hat. Mit 2,7 Prozent verpasst die WASG den Einzug in das Deutschhaus um Längen.

Wechsel bei den Grünen

Umso knapper bleiben die Grünen auf der Strecke, deren Bewerber Manuel Arend mit 3,8 Prozent seine Partei um 0,4 Punkte übertrifft, was dem Landestrend entspricht. Der junge Mann aus Kirchenbollenbach springt erst kurz vor Toresschluss nach dem Verzicht des Idarers Frank Brust ein und ist der einzige Aspirant, der nicht aus der Kreisstadt oder Hoppstädten-Weiersbach kommt.
Als Einzelkämpfer mit Tarnanzug und Stahlhelm stellt sich Franz Jansen aus Hoppstädten dem Votum. Mit 1,2 Prozent schneidet er besser ab als fünf Jahre zuvor.
Die Wahlbeteiligung liegt mit 53,6 Prozent deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 58,4 Prozent.
Wie schon in der vorangegangenen Legislaturperiode stellt Birkenfeld als einziger Landkreis nur einen Abgeordneten in Mainz. Auf Listenplatz 46 ist München chancenlos, da die CDU nur 38 Mandate erhält.
In der Hierarchie der SPD-Fraktion steigt Noss nach dem Wahltriumph auf: Der Birkenfelder avanciert zum innenpolitischen Sprecher der Sozialdemokraten.