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Nahe Zeitung, 25.08.2006

16 Prozent aus dem Kreis
SPD-Kreistagsfraktion besuchte erneut den Flughafen Frankfurt-Hahn

KREIS BIRKENFELD. Die boomende Entwicklung des Flughafens Hahn stand im Mittelpunkt eines Gespräches der SPD-Kreistagsfraktion mit dem Geschäftsführer der Flughafen AG, Jörg Schumacher. Dieser berichtete, dass die wirtschaftliche Entwicklung selbst von den kühnsten Optimisten nicht vorhersehbar gewesen sei. Der Fraktionsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss bestätigte dies und betonte, dass der Flughafen das Konversionsvorzeigeprojekt des Landes sei und sich für die gesamte Region und weit darüber hinaus als Jobmotor darstelle.
Mehr als 2600 Arbeitsplätze sind zwischenzeitlich auf dem Hahn entstanden. Im Oktober werden zwei neue Flugzeuge von Ryanair auf dem Hahn stationiert werden, denen im Frühjahr zwei weitere Maschinen folgen. Davon ausgehend, dass die Zahl der Passagiere pro stationiertem Flugzeug um rund 400 000 ansteigt, ergibt dies bereits für das kommende Jahr mehr als 5 000 000 Fluggäste.
Für 2006 rechnet Schumacher mit etwa 3,8 Millionen Fluggästen. Mittelfristig dürften pro stationiertem Flugzeug etwa 500 neue Arbeitsplätze entstehen, betonte der Geschäftsführer und war sich mit den Mitgliedern der Fraktion einig, dass hiervon der Kreis Birkenfeld erheblich profitieren könnte. Zur Zeit sind etwa 16 Prozent der auf dem Hahn beschäftigten Arbeitnehmer im Kreis Birkenfeld beheimatet.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Arnold Scherer stellte klar, dass die bedarfsgerechte Anbindung des Landkreises an den Hahn höchste Priorität besitze. Die L 182 sowie die Hunsrückspange seien dringend erforderlich, um dem wachsenden Verkehrsaufkommen gerecht zu werden und die Ortsgemeinden von dem stark angestiegenen Durchgangsverkehr zu entlasten.
3000 neue Parkplätze sollen helfen, das Parkplatzproblem zu lindern. Zwei neue Frachthallen sowie ein neues Terminal sind weitere Vorhaben, die bewirken sollen, den Bedürfnissen eines modernen Verkehrsflughafens gerecht zu werden. Im Oktober sollen 14 weitere Zielorte angeboten werden, so dass dann vom Flughafen Hahn rund 50 Flughäfen angeflogen werden können.
Der neue Landesentwicklungsplan IV wird, wie Noss berichtete, ganz gezielt auf die Entwicklung des Hunsrück-Airports eingehen. Es gelte, so Noss, landesplanerisch sicherzustellen, dass eine vernünftig abgestimmte Planung zwischen den Kommunen, dem Land und dem Flughafen die Voraussetzungen dafür schafft, die Erfolgsstory Hahn fortzusetzen. Der Masterplan "Flughafen Hahn" soll inhaltlich ganz eng mit der Regionalentwicklung abgestimmt und verzahnt werden.