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Nahe Zeitung, 22.12.2006

Zubringer wird bald ausgebaut

Das Land bringt die von Baumholder in Richtung A 62 führende L 348A rechtzeitig vor den Rheinland-Pfalz-Tag in Schuss

Beim Rheinland-Pfalz-Tag 2007 wollen sich das Land und die Stadt Baumholder von der besten Seite präsentieren. Dazu gehören intakte Straßen.

BAUMHOLDER. Rechtzeitig zum Rheinland-Pfalz-Tag vom 29. Juni bis 1. Juli 2007 werden die Straßen in und um Baumholder in Schuss gebracht: Mit der Landesstraße 348A, die Anfang der Woche wegen Baumfällarbeiten gesperrt war, kommt im Frühjahr die letzte Zufahrt in die Westrichstadt an die Reihe.

Bereits in den letzten Wochen setzte der Landesbetrieb Straßen und Verkehr (LSV) Bad Kreuznach zwei weitere Abschnitte der L 169 instand: zunächst die 1,8 Kilometer vom Knoten mit der L 348, der Westumgehung, und der nach Ruschberg führenden Kreisstraße 31 bis zur Postkreuzung in Baumholder und zuletzt weitere 500 Meter auf der Höhe der Abzweigung der L 176 nach Idar-Oberstein. Nun ist die L 169, in die das Land sowohl in Richtung Hoppstädten als auch in Richtung Niederalben beträchtliche Mittel investierte, auf das Landesfest vorbereitet.

Zudem liegt Stadtbürgermeister Peter Lang die Sanierung der L 348A, die am "Schwarzen Wäldchen" von der L 348 nach Baumholder abzweigt, am Herzen. Denn die Strecke ist "einer der beiden Hauptzubringer in die Stadt Baumholder", wie der Kommunalpolitiker betont: Auf diesem Weg, der Baumholder mit der Anschlussstelle Freisen der Autobahn 62 verbindet, werden beim Rheinland-Pfalz-Tag besonders viele Besucher erwartet, die ihre Wagen im Ökompark Auf Schneeweid abstellen können und von Shuttle-Bussen zu den Schauplätzen befördert werden. "Der Individualverkehr wird eine bestimmende Rolle spielen", erklärt Lang.

Hinzu kommt, dass die Firma Sotec im Ökompark für 105 Millionen Euro ein Ersatzbrennstoff-Kraftwerk errichten will und die L 348A im jetzigen Zustand den Anforderungen nicht gewachsen ist: Dies gilt für die Bauzeit - voraussichtlich ab 2008 - ebenso wie später. Täglich würden nach der für 2010 geplanten Inbetriebnahme etwa 50 Lastzüge an- und abfahren.

Aus diesen Gründen wandte sich der Stadtbürgermeister an den rheinland-pfälzischen Wirtschafts- und Verkehrsminister Hendrik Hering. Schützenhilfe erhielt er dabei vom Landtagsabgeordneten Hans Jürgen Noss. Offene Türen rannten die beiden beim Ressortchef ein, der den LSV beauftragte, die Fahrbahn, die einem Flickenteppich gleicht, zu erneuern. In den nächsten Wochen nehmen Experten den Aufbau unter die Lupe, um festzustellen, ob nur die Deck- oder auch die Binderschicht ausgetauscht werden muss, informiert der Leiter der Straßenmeisterei Birkenfeld, Norbert Schmitt.

Von dieser Untersuchung hängt ab, ob die vom LSV im Herbst 2005 geschätzten 300 000 Euro für die 1,6 Kilometer ausreichen. Die Breite von 6 Metern außerorts und 6,50 Metern in der Ortslage genügt nach den Worten des Bauamtsrats. In der Stadt geben vor allem Gehwege und Bordsteine Anlass zur Besorgnis. "Weil die Straße im Übrigen noch einigermaßen in Ordnung ist, wurde sie nicht im aktuellen Bauprogramm des Landes berücksichtigt", erläutert Schmitt: "Die Bürgersteige sind ohnehin Sache der Stadt."

Erst nach dem Großereignis Mitte 2007 werden in Baumholder der Kreisel anstelle der Postkreuzung und der zweite Teil der Bahnhofstraße in Angriff genommen. (ks)