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Nahe Zeitung, 14.12.2006

Ganztagsangebot bewilligt
Regionale Schule Hohl schließt eine Lücke in der Stadt - Marktschule kommt noch nicht zum Zug

Gestern wurde in Mainz entschieden, welche Schulen ab dem Schuljahr 2007/2008 ein Ganztagsangebot machen dürfen. Für Idar-Oberstein gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht.

IDAR-OBERSTEIN. Vom kommenden Schuljahr an wird es auch auf der Regionalschule Idar-Oberstein ein Ganztagsangebot geben, während der entsprechende Antrag der Marktschule erneut abgelehnt wurde, teilte gestern der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss diese noch ganz frische Entscheidung mit.

Damit ist die Regionale Schule Idar-Oberstein ab dem neuen Schuljahr die zweite Schule im Stadtgebiet mit einem Ganztagsangebot in der Sekundarstufe - und die erste, bei der auch ein Realabschluss möglich ist. "Das ist für die Schulentwicklungsplanung der Stadt wieder ein kleiner Schritt nach vorne", freut sich Schulleiter Klaus-Peter Weyrich.

An der früheren Hohlschule ist man nach der Generalsanierung, die in den vergangenen Jahren erfolgte, gut auf die Situation vorbereitet. "Im Rahmen der Sanierung haben wir auch eine Küche und einen Speisesaal eingerichtet", berichtet Weyrich. Nun soll nach dem Ende des Schuljahres die Rückführung der 5. und 6. Klassen, die während der Sanierung im Schulzentrum auf der Bein untergebracht waren, erfolgen.

Aber auch inhaltlich sieht man sich in Oberstein für den Ganztagsbetrieb gewappnet. "Wir haben auch jetzt bereits 62 Stunden Nachmittagsangebote, die von der Hausaufgabenbetreuung über verschiedene freiwillige Arbeitsgemeinschaften bis hin zum Internet-Café reichen", erläutert Weyrich.

Aufgrund der Elternbefragung rechnet man mit 65 bis 70 Schülern, die das Ganztagsangebot wahrnehmen werden. Ob es zu reinen Ganztagsklassen kommen wird, ist allerdings noch offen. "Naturgemäß besteht bei den Fünft- und Sechstklässlern der größte Bedarf nach einem Ganztagsangebot", erklärt Weyrich. "Ob es aber in diesem Bereich für die aus pädagogischer Sicht wünschenswerte Bildung von Ganztagsklassen zahlenmäßig reichen wird, ist derzeit noch unklar."

Trotz der Ablehnung des Ganztagsbetriebes hält sich die Enttäuschung an der Idarer Marktschule in Grenzen. "Damit haben wir eigentlich auch nicht ernsthaft gerechnet", meinte Schulleiter Ludwig Mülhan auf Anfrage der NZ. "Es gab bei einer entsprechenden Umfrage unter den Eltern lediglich 18 Befürworter, 36 Stimmen sind aber für einen erfolgreichen Antrag in der Regel notwendig." Man habe den Antrag vor allem gestellt, so erläuterte Mühlhan, um gegenüber den Vorjahren "keine Antragslücke" entstehen zu lassen und so in den kommenden vier Jahren, wenn weitere Ganztagsschulen zugelassen werden, mit dabei sein zu können.

Seit Beginn dieses Schuljahres macht die Marktschule ein Ganztagsangebot, das allerdings von den Eltern bezahlt werden muss. Anfangs nahmen 17 Kinder daran teil, inzwischen sind es 27. "Langfristig werden wir um ein Ganztagsangebot nicht herumkommen, da die Schule auch immer mehr zum Di enstleister für die Eltern wird", ist sich Mühlhan sicher. (jst)