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Nahe Zeitung, 06.11.2006

Zimmer siegt im ersten Anlauf
Der favorisierte SPD-Kandidat erreichte gestern bei der Oberbürgermeister-Wahl knapp die erforderliche absolute Mehrheit


Bis zuletzt blieb es bei der gestrigen Oberbürgermeister-Wahl in Idar-Oberstein spannend, bei der die Entscheidung bereits im ersten Anlauf fiel. Kurz vor 18.45 Uhr stand fest, wer neuer OB wird.

IDAR-OBERSTEIN. Bruno Zimmer wird neuer Oberbürgermeister von Idar-Oberstein. Der SPD-Kandidat setzte sich bei der gestrigen Urwahl mit 50,87 Prozent der Stimmen gegen Frank Frühauf (CDU) durch, der nach dem vorerst noch vorläufigen Ergebnis auf 42,43 Prozent kam. "Ich will über alle Parteigrenzen hinweg ein Oberbürgermeister für alle sein", verkündete der Sieger.
Mit Genugtuung verfolgte der 50-Jährige beim Krimi im städtischen Sitzungssaal, wo die einlaufenden Ergebnisse auf eine Leinwand übertragen wurden, dass ausgerechnet sein Heimatstadtteil Weierbach die Entscheidung brachte: "Speziell darüber habe ich mich sehr gefreut." Mit dem bei knapp 70 Prozent liegenden Votum für ihn im 22. der insgesamt 23 Wahlbezirke kletterte er erstmals über 50 Prozent.

Machwirth blieb zu Hause
Dass der Sieg gleich im ersten Wahldurchgang gelang und allen Beteiligten so eine Stichwahl erspart bleibt, wertet er als "tolle Sache". Nach einem "fairen und ruhigen, vielleicht sogar zu ruhigen Wahlkampf" habe wohl seine größere Bekanntheit und Erfahrung den Ausschlag gegeben. Der Sozialdemokrat geht nach eigenen Worten fest davon aus, "dass Herr Machwirth den OB-Sessel am 28. Februar frei macht".
Der Noch-Oberbürgermeister, der den Wahlabend zuhause verbrachte und telefonisch über den Stand der Dinge unterrichtet wurde, gratulierte dem Wahlsieger - "auch dazu, dass er den richtigen Zeitpunkt für diese Wahl erwischt hat, bevor der Landtag die Altersbegrenzung im Landesbeamtengesetz kippt..." Frank Frühauf habe sich tapfer geschlagen, einen guten Wahlkampf gemacht: "Er ist ein Mann für die Zukunft, ich werde ihn weiter unterstützen." Auch seinem Nachfolger bietet Machwirth "alle erdenkliche Hilfe an - wenn er es wünscht".
CDU-Kandidat Frank Frühauf indes war mit seinem Abschneiden hochzufrieden: "Das ist ein tolles Ergebnis für mich. Darauf kann und will ich aufbauen." Mit Bruno Zimmer bekomme Idar-Oberstein einen guten OB, zeigte sich der 37-Jährige als fairer Verlierer. Zu seinen weiteren politischen Plänen - er ist jetzt erster Anwärter, wenn Bürgermeister Peter Simon Ende kommenden Jahres nicht mehr kandidieren sollte - wollte er sich gestern Abend noch nicht äußern.
Geringe Wahlbeteiligung
"Das ist ein respektables Ergebnis", kommentierten Peter Simon und der CDU-Kreisvorsitzende Helmut Billert das Ergebnis von Frühauf. Die besseren Sachargumente haben nach Meinung von Landrat Axel Redmer trotz "einer hohen materiellen Überlegenheit" des CDU-Kandidaten im Wahlkampf den Ausschlag zugunsten von Zimmer gegeben. Nachdem er auch schon mit Amtsinhaber Hans Jürgen Machwirth "vernünftig zusammengearbeitet" habe, blickt er der Zusammenarbeit mit dem neuen OB sehr zuversichtlich entgegen: "Es gibt von beiden Seiten ein großes Maß an Vertrauen", betonte der Landrat. Auch SPD-Kreisvorsitzender Hans Jürgen Noss zeigte sich "sehr zufrieden, dass wir ab März wieder das Stadtoberhaupt stellen. Mit Bruno Zimmer wurde ein Mann mit Lebens- und Verwaltungserfahrung gewählt."
Viel diskutiert wurde bereits gestern Abend die Frage, warum die Wahlbeteiligung nur bei 39,60 Prozent lag. "Damit kann man nicht zufrieden sein", unterstrich auch der neue OB Bruno Zim- mer. (kuk/sc/gav/mix/jea)