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Nahe Zeitung, 22.11.2004

Bundeswehrreform stärkte Übungsplatz
Lob fürs Land - Nur der Kampfmittelräumdienst blieb Baumholder versagt

Zur Stärkung des Truppenübungsplatzes Baumholder hat die von Minister Peter Struck verkündete Bundeswehrreform geführt. Landrat Axel Redmer sieht darin günstige Voraussetzungen für eine längerfristige Nutzung durch multinationale Truppen.

BAUMHOLDER. Wesentlich erleichtert wurde diese Entwicklung, wie Landtagsabgeordneter Hans-Jürgen Noss betont, durch das Konzept der Landesregierung für eine "Training Area Baumholder". Denn: "Als einziges Bundesland hat sich Rheinland-Pfalz frühzeitig mit eigenen Vorstellungen in die Überlegungen zur künftigen Umstrukturierung der US-Army eingebracht."
Für zukunftsweisend hält Landrat Axel Redmer die Mainzer Überlegungen in Bezug auf Baumholder: "Ein gemeinsames Einsatztraining von Bundeswehr, US-Army und Nato wird angesichts der Einsätze auf dem Balkan und in Afghanistan immer wichtiger und dürfte auch mit Blick auf denkbare andere Krisengebiete längerfristig erforderlich sein."
Zufrieden ist auch Baumholders Stadtbürgermeister: "Es ist positiv, dass unsere Region so gut weggekommen ist", meint Peter Lang. Neben der Personalaufstockung der Artillerieschule Idar-Oberstein und des Heeresstandorts Kusel erwartet der Oberstleutnant die Umsetzung weiterer Maßnahmen zur Stärkung des Truppenübungsplatzes.

Beratungen bei Beck
Schon in Kürze will Minis terpräsident Beck in Mainz mit dem Landrat, dem VG- und dem Stadtbürgermeister sowie Kommunalpolitikern aus Kaiserslautern, Landstuhl, Ramstein, Spangdahlem, Pirmasens und Germersheim über das weitere Vorgehen bis zur im kommenden Jahr erwarteten Entscheidung der USA beraten. Bürgermeister Volker Pees bestätigt dem Landeschef: "Kurt Beck bindet uns optimal ein - unsere Überlegungen und Bedenken finden bei ihm Gehör." Seine Überzeugung: "Ohne Kurt Beck und Innen-Staatssekretär Karl Peter Bruch wäre die jetzige Entscheidung des Bundesverteidigungsministers ganz anders ausgefallen."
Bis auf die Schaffung eines Kampfmittelbeseitigungszentrums in Baumholder, das nach Meinung von MdL Noss sehr gut zur geplanten "Training Area" gepasst hätte, hat Verteidigungsminister Struck die Mainzer Vorschläge für den Standort Baumholder vollständig umgesetzt.
Auch Stadtbürgermeister Lang bedauert, dass das Kampfmittelbeseitigungszentrum der Bundeswehr nun im Lager Heuberg bei Stetten am kalten Markt angesiedelt wird. "Das Problem war, dass es in Baumholder jetzt keine freien Liegenschaften für Bundeswehreinheiten gibt", erklärt Lang. Denn der Bund musste seine Entscheidungen treffen, ehe die Auswirkungen des Abzugs der 1. US-Panzerdivision absehbar sind.