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Hans Jürgen Noss, MdL

Nahe Zeitung vom Samstag, 30. Januar 2016

Landtagswahl: Nur Hans Jürgen Noss hat zwei Eisen im Feuer

Kandidaten Neben dem SPD-Mann hat nur Gabriele Bublies-Leifert (AfD) reelle Chancen, über die Landesliste in den Landtag einzuziehen

Kreis Birkenfeld. Neben Franz Jansen tauchen weitere Direktkandidaten für den Wahlkreis Birkenfeld nicht auf den Landes- und Bezirkslisten für die Landtagswahl am 13. März auf. Hoffnungen auf das Direktmandat dürfen sich nur der amtierende Abgeordnete Hans Jürgen Noss (SPD) und Damian Hötger (CDU) machen. Reelle Chancen, über die Liste einzuziehen, besitzt außer dem Sozialdemokraten am ehesten Gabriele Bublies-Leifert (AfD).

Weil die Demoskopen die AfD inzwischen bei neun Prozent sehen, könnte für das Kreistagsmitglied aus Stipshausen der zehnte Listenplatz zum Sprung in den Landtag reichen – zumal FDP und Linke, die in den Umfragen bei jeweils fünf Prozent liegen, zittern müssen. Hätte die Linke vor fünf Jahren die Fünfprozenthürde gemeistert, säße die damalige Zweitplatzierte, die Birkenfelderin Tanja Krauth, seitdem im Landtag. Doch ihre Nachfolgerin Manuela Holz ist nicht unter den 20 Namen auf der Landesliste zu finden. Bei der FDP rangiert Matthias Keidel auf dem aussichtslosen Listenplatz 42. Noch weiter hinten steht bei den Grünen der bei seiner Bewerbung um eine vordere Platzierung abgeschmetterte Thomas Petry als 58. Auf der Bezirksliste der Freien Wähler fehlt Direktkandidat Raimund Kuhn – ebenso wie Mario Kuhn auf der Landesliste der AfD. Indes ist der ursprünglich nominierte Werner Jäger aus Baumholder noch an 30. und letzter Stelle gelistet. Bei der CDU muss Damian Hötger ganz darauf setzen, den Wahlkreis zu gewinnen. Dieses Ziel verfehlte 2011 seine Vorgängerin Kirsten Beetz um Längen. Gleiches galt für die Landesliste, auf der sie Position 42 innehatte. Jetzt ist Hötger die Nummer 41. Bislang verfügen die Christdemokraten über 41 Mandate. Da künftig aller Voraussicht nach mehr Gruppen im Landtag vertreten sind, könnte die CDU-Fraktion selbst dann schrumpfen, wenn der Stimmenanteil wächst. Zudem kommen vier weiter hinten geführte Kandidaten aus von der Union gehaltenen Wahlkreisen.

Für Hans Jürgen Noss ist die Ausgangslage weitaus komfortabler. Platz 12 im Land dürfte auch dann genügen, wenn die 15 hinter ihm aufgestellten Bewerber aus bisherigen SPD-Bastionen allesamt ihre Wahlkreise behaupten. Im Übrigen errangen dreimal Axel Redmer und zweimal Noss immer für die SPD das Direktmandat.